Plans – "Ja, vielleicht, ne?"
Show notes
Gratulation! Ihr bekommt 26 Bleibtreupunkte, weil ihr wieder mit dabei seid. Aber zunächst mal: Wer hat Matthias eins ausgewischt? Wurde er wirklich von einem 13-Jährigen geowned? Strafanzeige ist raus, und das Passwort lautet nicht mehr Banane! Willkommen zum symbolischen Weltgeschehen bei Couple Of, wir lassen uns den Anus lasern 🔫🔫🔫 und das Kai Pfläumchen mit Brühlwürfeln bereichern. Das neue Testimonial der Deutschen Bahn steht auch schon fest. Wir kaufen Menschen und stellen sie mit einem Abendessen ruhig. Iris will jetzt ein Boot und findet Köpenick geil! Außerdem gibt's heute ein kleines Saxophon-Update und ein Plädoyer fürs Scheitern. Wir probieren kurz aus, über unser Nervensystem zu reden, und erforschen, warum sich Scheitern manchmal sicherer anfühlt als Erfolg. Dann malen wir nach Zahlen einen Geflügel-Kalender und finden kein Ende der Geschichte. Auch Plan B und C sind nur schöngeredete Flexibilität. Fremdsabotage ist Selbstsabotage, wie wir in einer kleinen Theaterszene vorführen. Schließlich gründen wir gewissenlos ein Netzwerk und geben uns eine Golden Shower auf Pilzen. Denn wir sind nicht perfekt, dafür aber Unikate!
Shownotes
- Checkt ab und zu mal, ob eine eurer Email-Adressen bei einem Datenleak kompromittiert wurde: https://haveibeenpwned.com/
- Hier wird das Planungsproblem der Millenials komplex und interessant dargelegt
- Ich habt die Pläne für unsere neue Tour gehört! Kommt.
Du möchtest uns eine Sprachnachricht für den Podcast schicken? Folge uns auf Instagram und nutze dort den Chat:
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos und Rabatte!
Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio!
Show transcript
00:00:00: Du sagst, egal, was man da plant.
00:00:03: Zeus kommt als Golden Shower.
00:00:24: Willkommen im Jahr und zu unserem Podcast.
00:00:27: Schön, dass ihr da seid.
00:00:28: Ich
00:00:28: gratuliere euch zum neuen
00:00:29: Jahr.
00:00:30: Das ist auch gut.
00:00:31: Das kennst du aus deiner Familie.
00:00:32: Man muss deiner Mutter immer zu festen gratulieren.
00:00:34: Herzlichen Glückwunsch zu Ostern.
00:00:36: Hast du es auch zu Weihnachten gemacht?
00:00:37: Ja,
00:00:37: klar.
00:00:38: Sehr schön.
00:00:39: Wir haben uns gegenseitig gratuliert.
00:00:41: Und ich tue so, als wäre dieses Jahr bereits meins.
00:00:44: Egal was noch vor uns liegt, es
00:00:45: ist
00:00:46: von Anfang bis Ende mein Eigentum und ich bin hier Gastgeber.
00:00:49: Du bist dir nicht so sicher, weil du anders als ich nicht ausblende, wie mein letztes Jahr zu Ende ging.
00:00:54: Das war so krass.
00:00:55: Willst du es erzählen?
00:00:56: Natürlich will ich es erzählen.
00:00:58: Denn wenn das jemand von euch war, wenn das jemand war, der diesen Podcast hört und vielleicht irgendwann sich tierisch über irgendetwas geärgert hat, was ich mal öffentlich gesagt habe, vielleicht Friedrich Merz, vielleicht Jens Spahn, Leute, die schon mal von mir eine kleine Spitze bekommen haben.
00:01:13: Also wenn es jemand drauf angelegt hat, mir eins auszuwischen und dann auch zu hören, ob es geklappt hat, dann will ich das der Person geben und jetzt erzählen, es hat geklappt.
00:01:23: Ja.
00:01:23: Ich hab mich so erschreckt.
00:01:24: Ja, ich mich auch.
00:01:25: Und es ist auch noch nicht vorbei.
00:01:27: Also du hast einen richtig krassen Hacker-Angriff gehabt.
00:01:30: Und ich glaub eher, das war ein Dreizehnjähriger, der sich irgendwelche Lock-in-Daten von dir im Darknet geholt
00:01:35: hat.
00:01:35: Überleg mal, was mir das für ein Gefühl gibt, dass ich auch noch von einem Dreizehnjährigen gehohnt wurde.
00:01:40: Musst du das sagen?
00:01:42: Erzähl einfach, was passiert ist und dann weißt du, warum ich auf einen Dreizehnjährigen komme.
00:01:46: Okay,
00:01:46: ich fang aber hinten in der Geschichte an.
00:01:48: Einige von euch haben nämlich den Teil gesehen.
00:01:51: Ihr habt gesehen das an einem Abend vor Silvester, ne?
00:01:55: Auf couple of irgendein wirklich seltsames Video plötzlich gepostet wurde.
00:01:59: Es war wahrscheinlich KI generiert von so einem Typen, der da sitzt und was weiß ich über Krypto.
00:02:04: Ja, ja.
00:02:05: Haben wir natürlich nicht selber gepostet und viele von euch haben sofort reagiert und gesagt, oh, Scheiße, ihr wurdet gehackt.
00:02:11: Und so ist es.
00:02:11: Wir wurden gehackt.
00:02:12: Wir nehmen an über mich, über meinen Zugang.
00:02:15: Und dann habt ihr natürlich auch gleich geschrieben, hoffentlich kriegt ihr das in den Griff.
00:02:18: Also danke für eure Anteilnahme haben wir, wir haben mich rausgeschmissen, aus Kappel auf.
00:02:24: Ich brauche dann für die nächsten Folgen wieder Zugang.
00:02:26: Aber auf jeden Fall, das haben wir, glaube ich, eingefangen.
00:02:29: Aber wenn ihr wüsstet, was in der Nacht davor schon stattgefunden hat, ich erzähle es euch so, wie ich es erlebt habe.
00:02:36: Kurz nach sieben wache ich auf, weil meine Smartwatch brummt.
00:02:40: Und ich schau verschlafen drauf und sehe eine Abbuchung von Paper.
00:02:44: Und bin natürlich ziemlich schnell hellwach und sehe, das ist die mittlerweile elfte Abbuchung.
00:02:51: Seit drei Uhr im halbstunden Rhythmus bucht irgendwer relativ hohe Beträge über mein Paper ab.
00:02:58: Kauft sich damit Spiele, Computerspiele online.
00:03:01: Und das ist der Grund, warum ich dachte, es bestimmt irgendein Dreizehnjähriger, der digital schon viel mehr drauf hat als wir.
00:03:07: Und wir sind ja schon relativ gut dabei.
00:03:10: Ja, ich habe das vereinzelt auch Leuten erzählt und das war auch die Reaktion.
00:03:13: Oh, wenn euch das passieren kann, ich halte euch dafür weitsichtig und ihr ändert eure Passwörter oft, ist ja auch so.
00:03:19: Ich bin gut geschützt, ich bin alles durchgegangen, was ich vielleicht falsch gemacht haben könnte.
00:03:23: Ich finde nichts.
00:03:24: Also
00:03:25: es gibt bei uns nirgends wo ein Passwort mit Banane oder sowas.
00:03:28: Ja, das hatten wir teilweise damals, Leute, die dann krasche Sachen mit Banane geschützt haben oder so.
00:03:36: Nee, das ist alles gut geschützt.
00:03:39: Aber wir müssen die Sachen noch viel besser schützen.
00:03:42: Ich
00:03:42: habe sogar Ihres erst vor Kurzem, Anfang November, meine E-Mail-Adresse, die mit PayPal verbunden ist, eingegeben bei einer Seite, wo man checken kann, ob die mal gehackt wurde.
00:03:52: Kommt in die Show-Notes, macht das bitte auch, checkt, ob ihr eine E-Mail habt, die bei irgendeinem großen Datenleak mal kompromittiert wurde.
00:04:00: Und das wurde bei mir sogar noch angezeigt als nicht dabei.
00:04:03: Null Treffer.
00:04:04: Jetzt gab es einen Treffer, als ich dieselbe E-Mail-Adresse wiedergecheckt habe und dieser einen Treffer wird verantwortlich dafür sein.
00:04:11: Irgendwer hat auch meine plausibelste Erklärung im Moment, wahrscheinlich im Darknet, Zugänge, gefunden und ausprobiert, ob man damit irgendwie was hacken und Sachen kaufen kann.
00:04:22: Und ich habe eigentlich so eine zwei Faktor-Otentifizierung, dass ich dann auch noch Bezahlungen freigeben muss.
00:04:26: Trotzdem hat das geklappt.
00:04:27: Das Verrückte war ja, man kann immer sehen, wenn man zum Beispiel auch bei Instagram, man sieht ja, wer ist in dem Account eingeloggt und man kann auch sehen, auf wie vielen Handys.
00:04:37: Und ich war bei Couple of auf zwei Handys eingeloggt.
00:04:40: Ja genau, dein Name auf zwei Handys und das war so strange und wir haben das dann halt alles rausgeschmissen und so.
00:04:47: Dennoch, es ist etwas, wo ich plötzlich da sitze und mir denke, okay, das hat eine Qualität, die ich in der Form so noch nicht erlebt habe.
00:04:56: Wir hatten schon öfter mal irgendwelche Angriffe, das ist normal, wenn man in der Öffentlichkeit eine Count hat.
00:05:00: Ja, aber ich habe
00:05:02: noch nie so schlecht geschlafen.
00:05:04: wie danach.
00:05:05: Ja
00:05:05: klar.
00:05:05: Ich hatte viele Träume auch von körperlichen Übergriffen, weil das so invasiv ist.
00:05:10: Jetzt ist sogar noch offen, ob ich mein Geld zurückbekomme.
00:05:13: Es sieht danach aus.
00:05:14: Ich habe auch Strafanzeige gestellt zum ersten Mal in meinem Leben.
00:05:16: Was hat die Polizei gesagt?
00:05:17: Ja, da war auch, ich war bei einem sehr freundlichen Polizisten, der als erstes gesagt hat, also die gute Nachricht ist, wahrscheinlich kriegen sie ihr Geld wieder.
00:05:23: Und das hat auch gar nichts mit uns zu tun.
00:05:25: Und Strafanzeige, das wird über Paypal schon funktionieren, müssen sie einfach dran bleiben, hinterher sein und so.
00:05:30: Das mache ich gerade die ganze Zeit.
00:05:32: Und Strafanzeige hat er aufgenommen.
00:05:33: Ob das klappt, also da hat er mich vor der Bürokratie gewarnt und gesagt, wenn die Person im Ausland sitzt, dann haben wir ganz schlechte Karten.
00:05:40: Mal gucken.
00:05:40: Ich hoffe ja, dass es klappt.
00:05:41: Ich halte euch auf dem Laufenden.
00:05:43: Wenn es einer von euch war, dann habt ihr jetzt vielleicht auch ein bisschen Schiss bekommen.
00:05:47: Ich gehe nicht davon aus, dass es jemand war, der gerade zuhört.
00:05:50: Der absolute Wahnsinns fühlt sich halt an, als ob ein Einbrecher war, ne?
00:05:54: Ich habe ja mal einen Einbruch erlebt.
00:05:56: Und ich konnte danach nicht mehr die Wohnung betreten.
00:05:59: Boah, ich kann das so nachvollziehen.
00:06:00: Das ist sogar exakt das, was dieser Polizist dann gesagt hat.
00:06:03: Er war sehr empathisch.
00:06:04: Er hat gesagt, das eine ist der finanzielle Schaden, aber das andere ist ja jetzt wirklich, wie es ihnen in den nächsten Tagen geht.
00:06:10: Das fühlt sich nicht gut an so was.
00:06:11: Und genau solche Fälle hat er dann eben auch mir erzählt.
00:06:13: Also warum wir euch auch die Geschichte erzählen, ein gutes Passwort zu haben mit irgendwelchen Sonderzeichen und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung reicht auch wirklich langsam nicht mehr.
00:06:22: Also okay, ich leite mal kurz wirklich einen nützlichen Tipp ab.
00:06:25: Ich hatte eine Zwei- Faktor Authentifizierung und zwar mit der App.
00:06:29: Also ich habe online eine Überweisung gemacht und sie mit meiner PayPal App dann bestätigt.
00:06:34: Und das ist ein Fehler.
00:06:35: Also wenn jemand euren PayPal Zugang geknackt hat, dann kann diese Person sich offensichtlich auch selber die Zahlung freigeben.
00:06:43: macht das nicht macht eine andere zwei Faktor Authentifizierung
00:06:46: und versucht irgendwie weiß ich nicht es gibt noch sowas wie Google Authenticator.
00:06:51: da kann man auch noch mal was schützen lassen.
00:06:53: also ich glaube man muss da mehrere Schritte gehen.
00:06:56: und das auch unsere Frage an die Community.
00:06:58: wir haben hier viele Leute aus der IT.
00:07:00: wenn ihr der Tipps und Tricks habt.
00:07:02: Dann können wir das ja auch mal in den folgenden Folgen mal vorstellen.
00:07:05: Wenn mir jemand helfen will rauszufinden, wer das war, meldet euch bei mir.
00:07:10: Ich
00:07:10: glaube, wir könnten alle eine Schulung gebrauchen in Sachen digitale Sicherheit.
00:07:14: Ich glaube, das wird aktuell immer komplexer die ganze Nummer.
00:07:17: Ja, und da machst du jetzt natürlich auch einen kleinen Topf auf, einen großen Topf.
00:07:21: Das ist für mich eigentlich symbolisch für ein Weltgeschehen.
00:07:24: Ich finde insgesamt fühlt es sich immer wieder danach an, dass einem alles weggenommen wird, was sich mal planbar angefühlt hat.
00:07:31: Ja.
00:07:31: Kommen wir gleich im Thema auch dazu.
00:07:33: Hast du was Lustiges für mich dabei, um mich aufzuhalten jetzt im Intro?
00:07:35: Nee.
00:07:36: Nee, ich hab selber was mitgebracht.
00:07:39: Was hast du dabei?
00:07:40: Ich sehe in letzter Zeit so Influencer-Werbungen.
00:07:43: Und die verstören mich richtig.
00:07:45: Ist das
00:07:45: die, die sagt, dass du das Arschloch lasern kannst mit piu-piu-piu?
00:07:50: Nein, okay.
00:07:51: Du hast krasse Sachen gesehen als ich.
00:07:53: Das kenne ich nicht.
00:07:55: Ist das für Lasertag?
00:07:56: Nein, das ist für Enthahrung
00:07:59: und so, die sehe ich ganz oft.
00:08:03: So, was möchtest du?
00:08:03: Was war, was war mit dir?
00:08:05: Ich habe viele verschiedene gesehen, aber eine hat mich dann inspiriert.
00:08:08: Paulina Roginski macht Werbung für, ich sag nicht mal, welche Marke.
00:08:12: Und ehrlich gesagt habe ich es mir auch nicht gemerkt.
00:08:13: Ich wüsste es gerade nicht sicher.
00:08:15: Aber sie geht irgendwo einkaufen im Supermarkt und die Frau in der Kasse sagt zu ihr, Paulina und sie sagt, nein, Sparlina.
00:08:21: Weil sie spart.
00:08:23: Und ich dachte mir, dahinter steckt ein Team.
00:08:25: Ein Team, das sich ausdenkt, welches Testimonial, für die, die diesen Begriff nicht kennen, Testimonial, begriffen für eine berühmte Person oder eine Person, der man halt glauben soll, dass sie diese Werbung authentisch macht.
00:08:37: Die denken sich aus, welches Testimonial passt.
00:08:40: und wie können wir den Namen anpassen auf unser Produkt?
00:08:43: Es geht um Sparen.
00:08:44: Nehmen wir ein paar Lina und machen Sparlina draus.
00:08:48: Das ist so doof.
00:08:50: Dass ich mir eine eigene Gruppe vorgestellt habe von Leuten, die Promis vorschlagen als Testimoniel.
00:08:56: Immer mit einer Anpassung ihres Namens.
00:08:59: Also, dass sie Werbung für einen Bowlingcenter mit Dieter Bowling machen.
00:09:02: Zum Beispiel.
00:09:05: Oder auch beim Shoppen.
00:09:06: Das Testimoniel ist Moritz Bleibtreu und er sammelt Bleibtreupunkte.
00:09:10: Bleibtreupunkte, das ist richtig gut.
00:09:13: Was hältst du von Daniel Brühl für Brühlwürfel?
00:09:19: Auch in Supermarkt, was kochen Sie denn da?
00:09:22: Brühlwürfel.
00:09:26: Wir haben ja noch schöne Berge, Barbara Schöneberger für schöne Berge, so irgendwas so Tourismusmäßiges.
00:09:33: Es ist halt nur, wenn es nicht den Namen auch noch verändert, ein blödes Wortspiel damit macht, dann ist es nicht ganz die Spielregel.
00:09:40: Ja, kein Pflaume, einfach nur für Pflaume
00:09:42: oder so.
00:09:42: Ja, aber für einen kurzen.
00:09:45: Also wenn man den Namen lässt...
00:09:46: Kein Träumchen.
00:09:49: Das klingt eher nach, weiß ich, eine Rotik-Magazine.
00:09:53: Ich hab noch einen, wenn man den Namen nicht verändert, sondern den genauso lässt wie er ist.
00:09:57: Nach Anke Engelke.
00:09:58: Nächstes Testimonium für die Deutsche Bahn.
00:10:01: Jan Delay.
00:10:07: Das ist so gut, Jan Delay.
00:10:10: Oder Caro Dauer.
00:10:11: Das
00:10:14: ist auf jeden Fall eine ehrlichere Kampagne.
00:10:17: Ja, also du siehst, ich habe mir vorgenommen, für zwanzigzechsundzwanzig mich auch nach blöden Erfahrungen einfach selber aufzuheitern.
00:10:24: Mit richtig dummen Sachen.
00:10:26: Schön.
00:10:27: Trotzdem hast du ein Scheißproblem.
00:10:28: Ja.
00:10:28: Was ist ein Scheißproblem?
00:10:33: Hi, eure Exzellenz und Matthias.
00:10:36: Ich habe ein Scheißproblem und ein Plan fürs neue Jahr in einem.
00:10:40: Mein Scheißproblem ist, dass ich seit jetzt über zwei Jahren mit einem Mann zusammen bin, der aus einer sehr, sehr streng gläubigen Community kommt.
00:10:50: Nicht aus Deutschland.
00:10:51: Er kann quasi erst mit der Zustimmung seiner Eltern mit mir offiziell zusammen sein.
00:10:57: Da er aber erst vor kurzem eine Scheidung einer arrangierten Ehe durchgemacht hat, was schon ziemlich krass war für seine Familie, konnte er natürlich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und sagen, apropos, ich habe da auch noch eine neue Freundin, die überhaupt nicht euren Vorstellungen entspricht.
00:11:12: Und er ist jetzt gerade dort bei seiner Familie und hat jetzt noch vier Tage Zeit, ihnen von mir zu erzählen und sie quasi um Erlaubnis zu bitten, mit mir zusammen sein zu dürfen.
00:11:23: Und der Plan oder das, was ich mir quasi für neue Jahre hoffe, ist demnach, dass seine Eltern ihn nicht direkt enterben und aus der Familie werfen, sondern dem ganzen Chance geben, mich kennenlernen
00:11:34: wollen.
00:11:35: Und wir dann endlich offiziell zusammen sein können und die nächsten Jahre glücklich zusammen verbringen können.
00:11:42: Aber ja, so viel zu, ach ja, die Welt ist modern und heutzutage kann jeder alles machen.
00:11:49: Es ist noch nicht überall so und leider ist mein Freund quasi auch als erwachsener Mann immer noch von den Entscheidungen seiner Familie abhängig und das kann sehr anstrengend sein, aber wir haben beide sehr, sehr viel gelernt.
00:12:01: Wir sind beide sehr, sehr viel daran gewachsen und ich hoffe, dass wir auch weiterhin daran wachsen können und auch seine Familie an der Bereicherung durch mich und meine neue Kultur quasi auch wachsen wird.
00:12:13: Liebe Grüße.
00:12:14: Ich freue mich gerade, wie gut das passt.
00:12:16: Das macht so eine Klammer für die Folge, weil das total so der griechischen Sagepass, die ich heute dabei habe, geht es auch um Kontrolle vom Kind.
00:12:23: Also wir können ja gar nichts dazu beitragen, wo wir sagen, da haben wir den Tipp.
00:12:27: Sie fragt ja auch gar nicht, aber sie erzählt etwas, das mich total beeindruckt.
00:12:31: Also
00:12:31: wir müssen jetzt erstmal wissen, wie wird das weitergeführt werden, weil ich glaube, wenn man das schafft, dass die Eltern sich Schritt für Schritt öffnen, dann ist das eine Meisterleistung.
00:12:40: Und ich glaube, dass sie schon alles... Parat hat, was sie dafür braucht.
00:12:44: Meinst du?
00:12:45: Ja, eben keinen detaillierten Plan.
00:12:48: Und dann mache ich das und das mache ich auf diese Weise.
00:12:51: Und denen geht es um Kontrolle.
00:12:52: Also muss ich ihnen das Gefühl geben, Kontrolle zu haben.
00:12:55: So würde ich das machen.
00:12:55: Ich würde die voll durchmanikulieren.
00:12:57: Ich
00:12:58: bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich mir denke, nein, alles, was du brauchst, ist die richtige Haltung.
00:13:01: Und die hat sie und die drückt sie am Schluss aus.
00:13:03: Das ist es, was mich so beeindruckt.
00:13:05: Sie spricht von sich als mögliche Bereicherung.
00:13:08: Das ist alles, was du brauchst.
00:13:09: Wenn du daran wirklich glaubst.
00:13:11: dass du eine mögliche Bereicherung bist, wenn du dich nicht so drunter stellst.
00:13:16: Ich weiß nicht, das ist für mich gerade einfach ein großes Thema, das sich durch mein Leben so ein bisschen in verschiedenen Bereichen zieht.
00:13:23: Wenn man sich nicht immer nur zurücknimmt und immer nur drunter stellt, sondern wenn man sich selber glaubt, dass man es wert ist, dass man eine Bereicherung sein kann, hättest du vor ein paar Jahren noch laut und öffentlich sagen können, ich bin eine Bereicherung.
00:13:37: Oder hättest du dich dann dabei ein bisschen unwohl gefühlt und gedacht, boah, ich geb an oder so?
00:13:42: Ich hab früher schon Menschen gekauft, also es irgendwie...
00:13:48: Du hast dich bereichert.
00:13:50: Das ist was anderes, Iris.
00:13:52: Ich hab schon früher irgendwie gedacht, mein Gott, wenn Leute mir aufm Keks gegner, hab ich gedacht, mein Gott, da lade ich dir jetzt zum Abendessen ein, dann sind die ruhig.
00:14:02: Wenn ich wusste, jemand mochte mich nicht, dann habe ich geguckt, ja gut, dann sammle ich noch ein bisschen Geld zusammen, dann lade ich die da ins Hotel ein, perfekt.
00:14:10: Aber das ist noch genau das, wovon ich gerade absehe, das sind diese Taktiken, das sind irgendwelche Tricks, die man auf Lage hat, Manipulationen.
00:14:16: Ich
00:14:16: bin wie der aus Kiroial, weißt du?
00:14:18: Ja, genau.
00:14:20: Das ist auch nicht das erste Mal, dass uns das an dir auffällt, dass
00:14:24: du
00:14:24: so was in dir hast.
00:14:25: Aber meine Frage ist, ob du das selbstbewusstsein und das selbstwertgefühl mittlerweile hast oder schon immer hattest?
00:14:33: Ich bin nicht für jene Bereicherung wirklich.
00:14:35: Ich merke einfach, wie ich das so oft sage, dass ich glaube, wir haben halt alle so ein anderes Betriebssystem.
00:14:40: Da hast du auch recht.
00:14:42: Wir funktionieren alle anders.
00:14:43: Das stimmt.
00:14:44: Und wenn ich von mir sage, ich bin eine Bereicherung, dann steht da ein Klammernpotenzielle.
00:14:49: Weil wenn jemand einfach keine Bereicherung haben will und auch solche Menschen sehe ich immer öfter und immer deutlicher und immer früher fällt mir auf.
00:14:55: Ach, die wollen gar keine Bereicherung haben.
00:14:58: Die wollen gar nichts lernen, die wollen gar nicht wachsen.
00:15:00: Was denkst du, was wollen die?
00:15:02: Sich bestätigt fühlen.
00:15:03: Oh, Iris, was die wollen?
00:15:05: Meine Güte beschäftigt mich.
00:15:07: Nein, nein, was mich das in letzter Zeit beschäftigt.
00:15:09: Was die Menschen eigentlich haben wollen.
00:15:12: Wir müssen darüber die nächste Podcastfolge machen.
00:15:14: Das führt uns zu weit weg von diesem scheiß Problem und vom Thema, über das wir jetzt reden.
00:15:18: Aber können wir nächste Folge Couple of Needs machen?
00:15:21: Was stellst du dir drunter vor?
00:15:22: Was für unterschiedliche Dinge wir brauchen oder uns einbilden zu brauchen.
00:15:26: Es gibt so viele.
00:15:27: Ich habe Diskussionen mit Menschen, die sagen, nee, das kaufe ich nicht.
00:15:30: Das brauche ich nicht.
00:15:31: Wo ich mir denke, hey wo ziehst du die Linie?
00:15:33: Was du brauchst und was du nicht brauchst.
00:15:35: Aber auch soziale Bedürfnisse, was man alles braucht.
00:15:38: Diese Eltern scheinen etwas zu brauchen.
00:15:41: Ich war letzte Woche, ne?
00:15:42: Ich war ein Köpenick.
00:15:44: Ich war neu wie niedig.
00:15:46: Ich will ein Boot.
00:15:47: Weißt du noch, wie ich über Leute mit einem Boot gelästert hab?
00:15:49: Ja, ja.
00:15:50: Wo ich gesagt hab, die Berliner, die sich da ein Boot holen wollen.
00:15:55: Ich hab keine Kohle für ein Boot, ne?
00:15:57: Aber ich hab's gespürt.
00:15:58: Ich hab's so gedacht.
00:16:00: Köpenick.
00:16:01: Erst mal, Köpenick ist ein geiler Stadtteil in Berlin.
00:16:03: Ja.
00:16:03: Völlig.
00:16:04: Keine Harz auf dem Schirm.
00:16:05: Köpenick ist geil.
00:16:07: Und dann hast du diese Boote.
00:16:09: und dann habe ich gedacht, boah, ich brauch
00:16:10: ein Boot.
00:16:11: Ich wollte immer eins haben.
00:16:12: Erinnerst du dich, dass ich das schon in Couple of Dreams erzählt habe, dass ich davon träume, meinen vierzigsten Geburtstag auf einem Boot auf offenem Wasser zu verbringen.
00:16:20: Und was hast du gemacht?
00:16:21: Ich bin vierzig, ich habe sie nicht gemacht.
00:16:23: Ja.
00:16:23: Warum nicht?
00:16:24: Warum hast du nicht dafür gekämpft?
00:16:26: Ich hatte eine Kooperationsanfrage, ob ich ein Bootsführerschein machen will.
00:16:29: Warum hast du es nicht gemacht?
00:16:31: Ich habe mich beschwatzen lassen, dass das gerade kein gutes Timing ist.
00:16:34: Von wem?
00:16:34: Ja, ihr ist von wem.
00:16:38: So, komm, wir gehen mal ins
00:16:39: Timmer.
00:16:42: Das Thema.
00:16:44: Du wirst du, dass dieses Jahr mit dem Boot machen.
00:16:47: Ist mein Plan.
00:16:48: Ja.
00:16:48: Finde ich
00:16:49: gut.
00:16:49: Ich werde es nicht machen.
00:16:50: Ich habe keinen Bock, aber ich
00:16:51: finde die
00:16:52: Idee schön.
00:16:53: Mir wurde es genommen.
00:16:54: Ich muss erst mal gucken, dass ich das zurückbekomme.
00:16:56: Wenn ich das zurückbekomme, davon, Iris, davon mache ich es einfach abhängig.
00:17:00: Wenn es mir gelingt und ich kriege mein Geld zurück.
00:17:02: dann wird dieses Geld in einen Bootsführerschein gesteckt.
00:17:05: Das sollte sogar ein ganz gut passender Betrag sein, glaube ich.
00:17:08: Jetzt habt ihr eine ungefähre Vorstellung davon, wie viel mir da gestohlen wurde.
00:17:11: Richtig
00:17:12: viel.
00:17:12: Ja.
00:17:13: Na gut, meine erste Frage in diesem Thema an dich ist, wie sieht es aus mit deinem Plan für Januar, zwei tausend sechsundzwanzig?
00:17:20: Ganz gut, also ich werde jetzt ein bisschen arbeiten.
00:17:22: Nee, nee, ich meine einen ganz konkreten Plan.
00:17:26: Ich glaube, es war die Folge übers Wettmen.
00:17:27: Verdammte
00:17:28: Scheiße, warum erinnert ihr euch alle?
00:17:29: Ich habe sogar Sprachnachrichten dazu bekommen.
00:17:31: Du hast gerade wirklich versucht, absichtlich davon
00:17:33: abzulenken.
00:17:33: Ja, ich spiele es mal ein.
00:17:34: Hallo Iris und Matthias.
00:17:37: Wollte ich noch mal nachfragen, was eigentlich mit dem Plan von der Iris wurde?
00:17:41: Sie wollte doch ein Lied auf dem Saxophon spielen bis zum Jahreswechsel.
00:17:45: Iris, mich wundert, dass du denkst, irgendwer hätte das vergessen.
00:17:50: Also, bestimmt haben es manche vergessen oder steigen vielleicht gerade auch erst ein und lernen uns gerade neu kennen.
00:17:55: Die wissen noch nichts von dieser Wette.
00:17:56: Das ja.
00:17:58: Dass wir kollektiv und auch ich insgesamt vergessen würden, dass du dich da committed hast.
00:18:05: Ja.
00:18:06: Also.
00:18:08: Ich liebe es, wenn du dich rausreden musst.
00:18:11: Diese gespielte Ruhe.
00:18:13: Ja.
00:18:14: Also.
00:18:14: Vielleicht der Ahn ist jetzt schon manche.
00:18:19: Ich kann das Lied noch nicht.
00:18:21: Ja.
00:18:22: Aber was ist denn jetzt viel wichtiger?
00:18:24: Was lernen wir daraus?
00:18:25: Was lernen wir von mir?
00:18:27: Nicht so viel, dass du kein Wort halten kannst.
00:18:29: Nee, wir lernen daraus.
00:18:30: Ich habe mir falsche Ziele gesteckt.
00:18:33: Das ist ja perfekt für diese Folge.
00:18:36: Ich habe ja alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.
00:18:39: Und warum habe ich es gemacht, damit alle anderen es jetzt nicht auch so machen, sondern dass wir es sehen?
00:18:46: Ich habe mir da was
00:18:47: vorgenommen.
00:18:49: Nein.
00:18:49: Was ich nicht geschafft habe, es ist jetzt ein Plädoyer fürs Scheitern.
00:18:55: Du hast die falschen Vorbilder, ich dachte gerade sogar daran.
00:18:58: Es gab die eine in deinem Studium, die sich nach vorne gestellt und dann einen Vortrag... Du hast Scheiße
00:19:03: gemacht und da hatte ich auch noch eine Zwei bekommen, oder?
00:19:05: Über Scheitern, ne?
00:19:06: Ja, er
00:19:07: hat nichts gemacht, die war einfach ein faules Stück.
00:19:09: Die war wirklich, die war in meinem Semester, die war ein faules Stück, die hat nur Scheiße gemacht.
00:19:14: Und dann hat die vorne gestellt und hat dann einfach wirklich eine Stunde übers Scheitern geredet.
00:19:19: Und es fanden alle ganz toll.
00:19:21: Hörst du bitte gerade deine eigene Wertung dieser Geschichte und kommst nun wieder zurück zu deinem Saxophon?
00:19:26: Zurück zu mir.
00:19:27: Also,
00:19:28: es war ... Deine Wertung sofort sich verändert.
00:19:34: Ah, dein Gesicht, dein Gesicht hat sich komplett verändert.
00:19:37: Auf einmal war alles gut.
00:19:39: Auf einmal warst du ganz unschuldig.
00:19:40: Das
00:19:40: ist wirklich ... Da lernen wir eine ganze Menge daraus.
00:19:44: Wir lernen, so kann man nicht planen.
00:19:46: Warum?
00:19:47: Ich kann euch jetzt erklären.
00:19:51: Warum kann ich das Lied noch nicht?
00:19:53: Und dann werden alle zu Hause sagen.
00:19:56: Ah ja, deshalb.
00:19:57: Deshalb.
00:19:57: Und deswegen sollte ich meine Vorsätze nicht so machen.
00:20:01: Und zwar, ich habe gesagt, ich werde im Januar von Etta James.
00:20:08: Wir haben gerade erst Anfang Januar.
00:20:10: Dann ist ja noch Zeit.
00:20:11: Ja, vielleicht,
00:20:12: ne?
00:20:12: At least auf Saxophon spielen können.
00:20:15: Das habe ich gesagt, ich werde.
00:20:17: Und ich habe gerade den Fehler gefunden.
00:20:19: Das waren drei Worte.
00:20:20: Ja, vielleicht, ne?
00:20:22: Das ist das Problem.
00:20:24: Nein, das ist nicht das Problem.
00:20:25: Ich sag dir, was das Problem ist.
00:20:26: Ich sage dir, was das Problem ist.
00:20:28: Mein Nervensystem.
00:20:30: Pass
00:20:31: auf.
00:20:31: Interessant, ja.
00:20:32: Siehst
00:20:32: du, es wird interessant.
00:20:34: Mein Nervensystem ist ein Problem.
00:20:35: Ich habe mir selber Druck gemacht.
00:20:36: Ich habe ja hier das Saxofund stehen.
00:20:38: Sieht grandios aus in dem Raum.
00:20:40: Ja, und Lux sind alles.
00:20:42: Ich habe das jeden Tag gesehen, das Ding.
00:20:44: Und dann habe ich da mal kurz reingeblasen und habe festgestellt.
00:20:49: Das hört sich, es klappt nicht und ich hab mich selber nicht gemacht und ich hab mir selber Druck gemacht.
00:20:54: Und hab mir gedacht, oh mein Gott, ich kann das einfach irgendwie gerade noch nicht.
00:20:58: Komisch, ne?
00:20:59: Eigentlich hätte das ja so laufen müssen, dass du probierst und dann kannst du es eigentlich schon fast.
00:21:04: So hätte es ja eigentlich laufen müssen.
00:21:06: Eben
00:21:06: mal ohne Scheiß, ganz oft denke ich so.
00:21:08: Ich denke jedes Mal, okay, ich probier eine Sache einmal aus und ich muss die richtig können, ansonsten.
00:21:13: Ist das nichts für mich?
00:21:14: Ich
00:21:14: kenne das.
00:21:14: Ich habe das auch.
00:21:15: Nicht mit dem Saxophon, nicht genau mit diesem Beispiel.
00:21:17: Aber ja, ich weiß, wo du da durchgegangen bist oder durchgehst.
00:21:21: Ich habe jetzt die Lösung für uns alle.
00:21:23: Nein, wirklich?
00:21:24: Wirklich.
00:21:25: Ich habe die Lösung.
00:21:26: Aber
00:21:26: ist die nicht, bevor du sie sagst, hast du nicht selber Zweifel daran, wie glaubwürdig du jetzt bist, wenn du öffentlich eine Lösung verkündest, wenn du das Lied noch nicht spielen kannst.
00:21:37: Pass auf, ich mache daraus was Neues.
00:21:39: Pass auf.
00:21:40: Ich werde nicht sagen, ich werde das dann können, sondern ich probiere jetzt einfach mal aus in den nächsten drei Wochen, wie es ist jeden Tag.
00:21:51: Das Lied zu üben.
00:21:52: Iris, das trifft sich richtig gut, dass das dein Ansatz ist, den du gleich noch ein bisschen ausführlicher erklären kannst, warum das gut ist, so an Pläne ranzugehen.
00:22:01: Denn, wenn ich mich nicht falsch erinnere, ist das das, was ich damals gesagt habe.
00:22:04: Du musst dann im Januar so oder so zeigen, wo du stehst.
00:22:09: Und wenn du bei Null stehst, dann zeigst du eben, wie das klingt, wenn du bei Null stehst.
00:22:13: Ja.
00:22:14: Also bitte.
00:22:15: Also mein Gedanke ist folgende.
00:22:17: Iris, mit dem Saxofon, nicht mit Worten.
00:22:19: Ja.
00:22:20: Was?
00:22:20: Die Idee war, dass du mit dem Saxophon zeigst.
00:22:23: Aber
00:22:23: doch nicht jetzt.
00:22:24: Das machen wir dann in den nächsten Folgen, dann Ende Januar.
00:22:28: Noch mal Zeit.
00:22:29: Okay,
00:22:29: du brauchst noch mal Zeit.
00:22:30: Also das zu mich bei null, sondern bei null.
00:22:36: Ich will erstmal meine Theorie dahinter erkennen.
00:22:38: Bitte schön.
00:22:38: Okay.
00:22:39: Aber ich schwöre dir.
00:22:40: Bis Ende Januar.
00:22:42: Macht das dein Nervensystem jetzt kaputt?
00:22:43: Wenn ich dir sage, ich bleibe dabei und ich werde beharrlich darauf bestehen, dass du noch in einer Januarfolge zeigst, wo du mit dem Saxophon stehst.
00:22:51: Nein, weil ich werde sagen, ich probiere das jetzt.
00:22:55: Okay.
00:22:55: Und wenn ich es nicht kann, dann ist es halt so.
00:22:58: Gut.
00:22:58: Okay.
00:22:58: Und ich werde mal testen, wie es ist.
00:23:00: Alles klar.
00:23:01: Ich notiere mir für jede der kommenden Folgen eine kleine Erinnerung daran.
00:23:05: Der Gedanke dahinter ist, ne?
00:23:07: Wir stecken uns meistens irgendwelche hohen Ziele.
00:23:10: Bei mir ist es zum Beispiel immer wieder, ich will eigentlich täglich Content machen.
00:23:14: Das ist ein hohes Ziel, will ich aber eigentlich wirklich.
00:23:16: Ja, dass du es willst, ist schön.
00:23:18: Aber die Sache ist, das macht dir ja totalen Druck.
00:23:21: Warum macht sie dir Druck?
00:23:22: Erstens, du bist nicht jeden Tag in Topform.
00:23:25: Zweitens, es ist einfach so.
00:23:27: Zweitens, es ist auch eine gesellschaftliche Verschiebung gerade da.
00:23:32: Also das ist jetzt nicht für alle irrelevant, aber das ist für viele Content-Grader relevant.
00:23:37: Die Stimmung ist scheiße.
00:23:38: Iris, das ist für alle relevant.
00:23:40: Ich weiß,
00:23:41: aber ich mein jetzt mit zu Kommentarspalten.
00:23:43: Natürlich,
00:23:43: ja.
00:23:44: Du hast eine bestimmte Erwartung.
00:23:45: Es ist mittlerweile fast schon planbar, wie die Kommentare aussehen werden.
00:23:49: Egal, was du postest.
00:23:50: Scheißegal.
00:23:51: Wirkt schön für dich.
00:23:51: Das ist richtig
00:23:52: krass geworden.
00:23:52: Also wirklich, das hat sich sehr verändert in den letzten Jahren und alle haben das gleiche Problem.
00:23:56: Das ist irre.
00:23:58: So.
00:23:58: Das musst du alles mit einbrechnen.
00:24:00: Du bist nicht in Topform.
00:24:01: Manche Sachen machen dir schlechte Laune, weil es nicht so gut funktioniert.
00:24:05: Und dein Gehirn, ich kann das jetzt nur so grob erklären.
00:24:08: Das ist das, was ich so gelesen habe.
00:24:10: Unser Gehirn sagt, mach das am besten, was für dich sicher ist.
00:24:15: Um Sicherheit geht's, ne?
00:24:16: Ja,
00:24:16: völlig vereinfacht.
00:24:18: Genau, was du kennst, was dir nicht unbedingt ein gutes Gefühl gibt, aber zumindest ein vertrautes Gefühl.
00:24:24: Es zieht sich durch ganz viele Themen, über die wir immer wieder reden, weil wir ja häufig auch mit dieser Rubrik, was ist dein Scheißproblem?
00:24:31: Wir sind problemorientiert und Probleme sind häufig etwas, dass man nicht mehr nur hat, sondern verteidigt, weil es immerhin das Gewohnte ist.
00:24:41: Und dasselbe gilt für Pläne, wenn du dir was Großes vornimmst.
00:24:44: Ja.
00:24:44: Dann fühlt es sich manchmal sicherer an zu scheitern.
00:24:47: Es fühlt sich sicherer an, es nicht zu schaffen.
00:24:49: Denn das ist ja schon das, was du kennst.
00:24:51: Und jetzt stell dir vor, du gehst so da dran, dass du denkst, ich probiere das jetzt einfach mal aus, wie es ist, jeden Tag Content zu machen.
00:24:58: Schaffst du es einfach nicht jeden Tag?
00:25:00: Du machst dann einfach weiter, weil du auch ein paar Erfolgserlebnisse hast.
00:25:03: Weil du hast es einfach mal ausprobiert.
00:25:04: Du hast dir nicht selber gesagt, ich mache das jetzt.
00:25:06: Richtig.
00:25:06: Also du schiebst das Ziel künstlich beiseite, das Große, das Übergeordnete.
00:25:10: Ich will irgendwas erreichen.
00:25:11: Das kommt alles weg, oder?
00:25:12: Du gehst mit einer Leichtigkeit dran, dass du einfach sagst, ich probiere mal aus, wie es wäre.
00:25:17: Ich habe zwei kleine Beispiele dafür.
00:25:18: Darf
00:25:18: ich... Kannst du dir die Beispiele kurz merken, weil ich nur einwerfen will, ich habe auch noch grob in Erinnerung, wenn du das mit dem Saxophon bisher nur nicht scharfst.
00:25:27: dass die Konsequenz dafür ist, dass du wochenlang auf Leichtigkeit verzichten musst, auf Worte wie kreativ, konstruktiv, leicht mit Humor.
00:25:38: Leute, was denkt ihr, warum ich so oft diese Wörter sage, weil ich selber nicht leicht bin?
00:25:42: Ich war mich völlig fertig.
00:25:43: Ich war mich richtig fertig, wenn ich Sachen nicht gut kann.
00:25:46: Ja, das stimmt.
00:25:47: Ja, und deswegen, man muss ja die Sachen auch ein bisschen anders eingehen.
00:25:50: Zum Beispiel dieses Weihnachten.
00:25:52: Ja.
00:25:52: Ich habe jemanden was selbst gemacht, das geschenkt.
00:25:55: Dafür musste ich malen.
00:25:56: Und ich habe seit fünfzehn Jahren nicht mehr richtig gemalt.
00:25:59: Und ich habe mich an Heiligabend, nachdem ich bei meiner Mama war, bin ich nach Hause gekommen, war allein.
00:26:03: Und dann habe ich mich hingesetzt, habe Kerzen angemacht, Musik angemacht und habe angefangen zu malen.
00:26:08: Und ich habe einfach mir gedacht, ich probiere das jetzt einfach nur aus.
00:26:11: Und ich hatte dabei so viel Spaß.
00:26:13: Ich hatte so viel Spaß, ich habe Tränen gelacht, weil ich habe so einen.
00:26:16: Ich habe einen Kalender gemacht, also für meinen Freund habe ich einen Kalender gemacht und das ist ein Geflügelkalender.
00:26:22: Wir mögen beide Vögel und er sagt immer dazu Geflügel.
00:26:26: und ich habe einen Geflügelkalender gemacht mit den besten Sätzen.
00:26:28: Es ist so gut, also mit den besten Sätzen, die er gesagt hat.
00:26:31: Zitate aus irgendwelchen Gesprächen.
00:26:33: Ich habe diese Bilder gesehen.
00:26:35: Jetzt liegt es auch hier.
00:26:36: Also jetzt habe ich sie live.
00:26:37: Du hattest es mir abfotografiert und gezeigt, es sind so tolle Bilder.
00:26:42: Also sie sind auch richtig schön gemalt.
00:26:44: deprimierte Vögel, aufgeregte Vögel.
00:26:47: Ja, ich habe mir gedacht, daraus kann man eigentlich sogar dann irgendwann mal was größeres machen.
00:26:51: Das ist ein cooler Comic-Steal vielleicht so.
00:26:54: Und ich habe das einfach mal wieder probiert, ohne irgendwie mir zu sagen, das muss jetzt irgendwie gut aussehen, weil das sieht nicht alles gut aus.
00:27:00: Manche sagen, sie sehen gut aus, manche sagen sie sehen nicht gut aus.
00:27:02: Und man sieht, da hat jemand ein paar Stunden Spaß mit sich selbst gehabt.
00:27:06: Kannst
00:27:06: du ihn ja mal fragen, ob wir ein, zwei Beispiele in einer Story zeigen dürfen?
00:27:09: Ja.
00:27:10: Ist ja jetzt seins, ne?
00:27:11: Ja, muss ich fragen.
00:27:12: Ja.
00:27:13: Und jetzt ein größeres Beispiel mit dem Probieren.
00:27:16: Ich habe mir wegen den Bühnenauftritten so viel Druck gemacht.
00:27:19: Ich habe nach dem ersten Auftritt in Berlin, ich habe nur geheult.
00:27:23: Ich habe den ganzen Abend geheult, weil ich mich so grott und schlecht fand.
00:27:27: Bei dieser Tour im letzten Jahr, wir hatten so viel Spaß auf der Bühne und ich habe davor geschlafen, ich habe danach geschlafen, ich kann es kaum warten.
00:27:36: Wenn jetzt einer sagen würde, Iris, du musst jetzt auf die Bühne.
00:27:38: Ihr zwei, ihr macht jetzt was heute Abend.
00:27:40: Ich würde mich freuen.
00:27:41: Du wärst bereit.
00:27:42: Ich wär
00:27:43: völlig bereit.
00:27:43: Ich würde mich total freuen, wenn ich einfach denke, okay, wir probieren das jetzt aus.
00:27:47: Und das ist ein völlig anderer Gedanke.
00:27:49: Da ist nicht mehr so viel Druck dahinter, sondern es ist ein, natürlich will man was Tolles liefern.
00:27:56: Man will es gut machen.
00:27:58: Aber dieses Probieren und sich selber zu sagen, ich probiere es einfach mal aus, macht eine Lockerheit einfach ein.
00:28:04: Iris, ich bin komplett begeistert von dem, was du beschreibst.
00:28:07: Das war für mich die größte Erkenntnis im Studium.
00:28:10: Ich hatte einen Dozenten, der immer gesagt hat, nicht mal nach Zahlen.
00:28:14: Nicht vorher, was planen, wie es unbedingt gespielt werden sollte und welcher Moment der richtige ist und so, sondern viel mehr sich selber zuhören, sich selber überraschen, dafür offen sein, dass etwas entsteht, wovon du eben nicht planen kannst, was es ist.
00:28:27: Probieren, ausprobieren.
00:28:29: Mein einziger Einwand gerade ist, reden wir noch über Pläne, weil das ist das Gegenteil von Pläne.
00:28:34: Das ist gerade ein Plädoyer gegen das Planen, gegen die Planbarkeit.
00:28:37: Oh,
00:28:37: ich habe eine Sprachnachricht dazu.
00:28:40: Hallo ihr Lieben, ein gutes Neues.
00:28:42: Oft heißt es auch, dass man Pläne haben soll, um gut ans Ziel zu kommen, dass man diszipliniert ist und dass das irgendwie auch was über ein Erfolg aussagt.
00:28:52: und ohne Plan irgendwie orientierungslos oder ohne entschlossen ist.
00:28:58: Vor kurzem habt ihr aber doch in der Folge gesagt, dass man vor allem Stress hat, wenn man die Kontrolle verloren hat.
00:29:06: Und ich glaube, dass man deswegen eben oft auch Pläne macht, um eben die Kontrolle zu behalten, damit man einfach den Stress vermeidet.
00:29:14: Sie hat die Sprache noch viel länger ausgeführt, was so spannend daran war, dass sie oft das Thema Stress gegangen ist.
00:29:20: Ja.
00:29:21: Und dann auch gesagt hat, dass man anhand seiner Pläne fürs neue Jahr sehen kann, wie viel Unsicherheit lasse ich überhaupt zu.
00:29:29: Was heißt das konkret?
00:29:30: Wenn ich bestimmte Pläne fürs neue Jahr habe, dann kann ich daraus ableiten was?
00:29:33: Ja, zum Beispiel kann ich einfach ins neue Jahr starten und sehr viel Offenheit und Unsicherheit zulassen, weil ich weiß, du stresst mich jetzt hier nicht.
00:29:41: Indem ich gar keine Pläne habe.
00:29:43: Zum Beispiel, oder halt irgendwie sage, okay, wir mal gucken, was mich in dem Jahr wirklich erwartet, oder?
00:29:49: muss ich alles komplett durchplanen, weil ich sonst total gestresst bin und weiß, okay, wenn ich diese Ziele nicht erreiche oder sie mir zumindest nicht vor Augen führe, dann stresst mich das.
00:30:00: Also Pläne als Beruhigungsmittel.
00:30:02: Ich glaube, da ist was dran.
00:30:04: Das hat ja auch keine nur abwertende Bedeutung.
00:30:07: dass jemand, der viel plant, sich eigentlich nur selber gerade einlullt in eine gefägte Sicherheit, sondern ist ja nützlich.
00:30:15: Total.
00:30:16: Also ich finde das zum Beispiel super gewisse Pläne zu machen und eine Idee davon zu haben, wie sollen die nächsten Jahre aussehen.
00:30:22: Ich plane jetzt zum Beispiel gerne für mehrere Jahre im Voraus.
00:30:25: Wie kriegst du das weiterhin hin?
00:30:27: Denn wir haben doch wirklich, das ist das, was ich eingangs meinte, jetzt auch bei mir mit dieser PayPal-Hack-Aktion.
00:30:34: Wir haben doch zunehmend, ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch gut nennen sollte, ein once in a lifetime Event.
00:30:41: Etwas, das alles in ein neues Licht rückt, was im Weltgeschehen passiert so.
00:30:47: Das haben wir doch regelmäßig.
00:30:49: Ich habe ein Video gefunden, das kommt in die Show Notes.
00:30:52: Das kann man sich mehrmals anschauen, weil es nachvollziehbar, aber komplex erzählt.
00:30:59: Wie es deiner meiner Generation geht, wie es Millennials geht, dass wir aufgewachsen sind mit einem Versprechen, irgendwie wird das Leben planbar sein.
00:31:06: Das hier ist so ungefähr der Plan.
00:31:08: Nichts davon, nichts.
00:31:09: Bei uns jagt ein komisches Event, fängt ja schon in unserer Schulzeit an mit Nine Eleven, das andere Event mit.
00:31:16: Weltwirtschaftskrise, dann Corona.
00:31:19: Immer liegen ein paar Jahre dazwischen, aber es werden immer weniger Jahre.
00:31:22: Und dann ist auch nicht mehr klar, ob das Ende der Geschichte also ... Moment,
00:31:26: Moment, wo hast du die größten Sachen ja gar nicht drin.
00:31:28: Du und ich, wir gehören zu der Generation, zur letzten Generation, die noch das Leben ohne Internet kennt.
00:31:34: Ja,
00:31:34: ja, richtig.
00:31:35: Das ist richtig krass, wenn du mal darüber nachdenkst, wir wissen noch wie es war.
00:31:40: Und jetzt sind wir aber selber auch diejenigen, die bei KI weit vorne sind und voll Bock darauf haben.
00:31:47: Und das finde ich so spannend an unserer Generation, dass wir gar nicht so, nee, das will ich nicht, das kenn ich nicht, sondern wir wissen, okay, alles ändert sich und man muss irgendwie am Ball bleiben.
00:31:59: Also zumindest habe ich das als ein... als ein Grundgefühl im Leben.
00:32:02: Ich weiß, die Dinge bleiben nie so, wie sie sind.
00:32:05: Ja, und deswegen frage ich mich, warum du über Jahre im Voraus planst, wenn du das eigentlich auch weißt.
00:32:10: Ah, zum Beispiel gibt es ja jetzt in der Werbung gerade so ein Agentursterben.
00:32:14: Ja.
00:32:14: Und
00:32:14: das haben wir schon vor ein paar Jahren für uns gewusst.
00:32:17: Als
00:32:17: wir gegründet haben.
00:32:19: Als wir gegründet haben, wussten wir auch, vielleicht wird das ein bisschen schwierig.
00:32:22: Wir hatten keine Ahnung von KI.
00:32:24: Wir wussten nicht, dass das kommt.
00:32:25: Wir hatten keine Ahnung von Corona.
00:32:27: Aber wir wussten, irgendwie werden immer mehr kleinere Agenturen kommen.
00:32:32: Es wird ein immer größerer Wettbewerb.
00:32:33: Man konnte einen Trend absehen.
00:32:36: Und wir haben relativ früh gesagt, vielleicht sollten wir uns auch umorientieren.
00:32:40: Vielleicht sollten wir auch anders sein.
00:32:42: Und das ist die Art von Planbarkeit, die ich mein.
00:32:45: Dann
00:32:46: meinst du, um es wieder einfach runterzubrechen, Plan A reicht nicht aus.
00:32:50: Es ist dann okay und es ist dann eine Beruhigung, eine Hilfe, eine Stütze und so weiter.
00:32:54: Wenn du sagst, hier ist mein Plan A und der beinhaltet noch Plan B, C und D.
00:32:59: Ich bin richtig schlecht in Plänen machen und sie dann umsetzen.
00:33:02: Ich habe so krasse Fehlentscheidungen gemacht in den letzten Jahren.
00:33:04: Ach was?
00:33:05: Ja, wirklich.
00:33:06: Ja, wenn du gerade Saxophon spielen könntest, dann wäre das ein guter Gegenbeweis.
00:33:10: Ja,
00:33:10: guck mal, wir haben doch damals, weißt du noch, wir haben ein total teures Büro angemietet.
00:33:15: Ja.
00:33:15: Dann kam Corona.
00:33:16: Genau am selben Tag.
00:33:18: als wir den Mietvertrag unterschrieben haben für dieses Büro ging's los so richtig.
00:33:23: Und wir wussten vorher, da kommt was und es könnte schwierig werden.
00:33:26: Wie
00:33:26: dumm, ne?
00:33:27: Wir waren richtig dumm.
00:33:28: Du
00:33:28: warst so früh dran, du hast noch Silvester, genau vor sechs Jahren, Silvester-Zweißenneunzehn.
00:33:34: Genau,
00:33:34: auf zwanzig.
00:33:35: Da hast du noch gesagt, ich glaub, das wird groß und das kommt hier rüber.
00:33:40: Wenige Wochen später ist das bei mir durch ein Gespräch mit einem Freund auch so gewesen, dass ich gesagt habe, im Januar war das dann.
00:33:46: Du, das wird wahrscheinlich tatsächlich so, wie du Silvester noch geschärzt hast.
00:33:51: Und dann unterschreiben wir, obwohl wir beide recht früh dran waren, damit das ernst zu nehmen, einen Mietvertrag.
00:33:57: Weil wir uns selber nicht ernst genommen haben, weil wir gedacht haben, ja, könnte ja sein, aber vielleicht doch nicht.
00:34:02: Ja.
00:34:02: Und dann kamen wir auf diesem Scheiß-Vertrag nicht raus und haben unfassbar viel Geld bezahlt.
00:34:08: und hatten dann gar kein Geld mehr für ein leeres Büro, was zwei Jahre lang einfach leer stattfand.
00:34:14: Wir hatten ja nicht zwei Jahre am Stück, die ganze Zeit Lockdown, aber den größten Teil dieser Zeit.
00:34:18: Ja, aber
00:34:18: es ist keiner mehr wirklich ins Büro gegangen.
00:34:21: Alles hat sich verändert in der Zeit.
00:34:24: Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, alle Pläne, die ich so führe, funktionieren nicht.
00:34:28: Ja, so geht es mir auch.
00:34:30: in meinen Notizen steht.
00:34:31: Ich mache mir immer nur Plan A und der klappt eh nicht.
00:34:33: Genau, die klappen alle nicht.
00:34:36: Und dann finde ich es aber schön, daraus zu lernen und dann zu sagen, okay, ich mache mir eher so ein Konstrukt.
00:34:43: Also, dass ich so überlege, wie beweglich kann ich sein?
00:34:46: Wie flexibel kann ich im nächsten Jahr sein?
00:34:48: Ja,
00:34:49: und vielleicht ist das schon alles, das führt mich wieder zurück zu dem, was ich vorhin meinte, wie die Hörerin im Scheißproblem formuliert hat.
00:34:56: Vielleicht gelingt es ja, dass die Familie meines Freundes eine Bereicherung durch mich.
00:35:02: Erführt.
00:35:03: Das ist eine Einstellungssache ohne konkrete Planung.
00:35:06: Wie, was die dafür tut, dass das gelingt, ist es einfach nur die innere Einstellung.
00:35:09: Und zwar eine der Flexibilität.
00:35:11: Positive, offene Flexibilität.
00:35:14: Klingt alles nach schön Reden von Vorsätzen, die nicht geklappt haben.
00:35:18: Aber ich meine es total ernst.
00:35:20: Ich finde das eigentlich den besten Umgang damit.
00:35:22: Mit einer Lockerheit rangehen und sagen, ich probier jetzt mal was und das auch mit kleineren Schritten zu machen.
00:35:27: Das versuche ich zumindest.
00:35:29: Ich hatte zum Beispiel früher immer das Problem, früh aufzustehen und fit zu werden.
00:35:34: Ja.
00:35:35: Und seit ich mir ein geiles Frühstück morgens mache, ich freue mich jeden Tag darauf aufzustehen.
00:35:41: Das ist jetzt völlig simpel, ne?
00:35:43: Aber seit ich das jetzt mache, freue ich mich jeden Morgen darauf, den Laptop aufzumachen, meinen Frühstück dabei zu genießen und dann schon mal den Tag zu... Ihr wisst, was ich meine.
00:35:53: Ich mach mal
00:35:55: die nächste Sprache leichter.
00:35:56: Ja, machen
00:35:57: wir.
00:35:57: Hallo, hier ist Mathias.
00:35:58: Ich habe ein paar Gedanken zum Thema Wehr.
00:36:00: Savortiert eigentlich unsere Pläne.
00:36:02: Und nachdem ich mich jetzt die letzten drei Jahre sehr intensiv mit mir und meinem Inneren auseinandergesetzt habe, bin ich an den Punkt gekommen, dass ich glaube, dass der größte Savorteur, Savorteur in unserer Pläne eigentlich wie selbst sind.
00:36:15: Und vor allem unsere Glaubenssätze und quasi die Barrikaden in unserem Kopf.
00:36:20: Weil im Kern glaube ich, dass wir alle unglaublich viel Potenzial haben und wahnsinnig viel schaffen können und wir zwar immer dazutendieren, das auf äußere Einflüsse zu schieben, wenn wir Pläne nicht umsetzen.
00:36:34: Aber auf der anderen Seite wissen wir auch genau, dass man unter den noch so widrigsten Umständen eigentlich die tollsten Dinge schaffen kann.
00:36:42: Da gibt es ja wahnsinnig viele Belege.
00:36:44: Ich glaube einfach, wenn wir es schaffen, diese inneren Hürden im Kopf zu überwinden, sind wir zu so viel mehr fähig.
00:36:53: Und ich wünsche mir einfach, vor allem für mich selber, dass ich viel mehr um mich und meine Fähigkeiten glauben kann, weil ich einfach, wenn ich jetzt so zurückblicke, zwar schon wahnsinnig viel in meinem Leben geschafft habe, aber trotzdem die ganze Zeit das Gefühl habe, dass ich meinen Potenzial gar nicht ausgeschöpft habe.
00:37:11: Und ich bin gleichzeitig irgendwie total gespannt, aber auch ein bisschen, wie soll ich sagen, beängstig, zu was ich eigentlich fähig bin, wenn ich wirklich komplett anfange, an mich zu glauben.
00:37:23: Ich bin hin und her gerissen bei dieser Sprachneicht.
00:37:25: Ja.
00:37:26: Ich
00:37:26: finde das toll, was sie sagt, ne?
00:37:28: Ja.
00:37:29: Aber ich habe dann noch so einen anderen Gedanken.
00:37:31: Hast du dich oft selbst sabotiert?
00:37:33: Ja, klar.
00:37:33: Und nimmst du dich dafür so ein bisschen in die Mangel?
00:37:35: Bist du ein bisschen sauer auf dich?
00:37:37: Ja.
00:37:38: Ja.
00:37:38: Ich glaube ... Seit Jahren vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht frage, wo stünde er eigentlich heute, wenn ich all die Stunden, die ich verbracht habe, mit Dadelai, nenne ich es einfach mal Oberbegriff, wenn ich das alles ersetzt hätte, durch konzentriertes Wachsen, Lernen, Lesen und so.
00:37:56: Ich habe nächste Frage.
00:37:57: Ja.
00:37:57: Wofür
00:37:58: hast du die Dadelai gebraucht in dem Moment?
00:38:00: Beruhigung.
00:38:01: Ja.
00:38:02: So, deine Selbstsabotage hat wahrscheinlich irgendeinen Grund.
00:38:06: Ja.
00:38:07: Weil ein bisschen viel Scheiße um dich herum passiert ist.
00:38:10: Ja.
00:38:10: Und du in irgendeiner Form eine Beruhigung gebraucht hast.
00:38:12: Ja.
00:38:13: Aber warum brauche ich die an dem Tag, an dem mir das einleuchtet, immer noch trotzdem?
00:38:16: Weil es nicht darum geht, dass du was veränderst, sondern es geht ja was da drinnen, dass du dein... Guck mal, jetzt auch die ganze Vorbereitung auf die Folge.
00:38:23: Es geht... Das Thema ist eigentlich Stress heute.
00:38:26: Ja.
00:38:27: Es geht um Stress.
00:38:27: Wir reden über Pläne, aber eigentlich geht es um Stress.
00:38:29: Das wusste ich selber auch nicht.
00:38:30: Nee, ich auch nicht.
00:38:31: Überrascht mich auch, aber es wird immer deutlicher, ja.
00:38:33: Und es geht ja darum... Wie können wir uns wieder runter regulieren, damit wir auch wirklich was machen können?
00:38:39: Also, was wir jetzt auch so über die ganzen Jahre so gelernt haben, oder wenn ich auch so auf meine eigenen Sachen schaue, wann ist mir mal wirklich was gelungen?
00:38:48: Das war selten, wenn ich mich vorher gestresst habe und irgendein expliziten Plan hatte, sondern meistens aus irgendeiner spielerischen Sache heraus.
00:38:57: Deswegen fand ich das so brillant, weil du vorhin gesagt hast, ja, klingt alles so einfach mit dem... Frühstück, auf das du dich freust.
00:39:05: Nein, das klingt nicht einfach.
00:39:06: Das ist perfekt.
00:39:08: Das wäre ein Schlüssel ihres.
00:39:09: Wenn du all das, was du von dir erwartest, weil du dann stolz bist, wenn du es auch tust, wenn du das nicht mit stressigen Plänen angehst, mit Dingen, die du sowieso nicht machen wirst, weil es total Druck ist und dann wirst du dich selber sabotieren, sondern wenn du dich, das klingt halt hedonistisch, lustsüchtig, aber wenn du dich auf die Dinge konzentrierst daran, auf die du dich schon vorher freust.
00:39:33: Und erst mal nur die.
00:39:35: Also das ergänzt sich noch zu deinem Ansatz erstmal einfach probieren.
00:39:38: Erst mal irgendwie was machen und mal gucken.
00:39:40: Ohne großes Ziel.
00:39:41: Ja und zwar mit Lust.
00:39:44: Mit absolutem Lust gewinnen.
00:39:45: Ich würde so weit gehen, um mir selber die Frage zu stellen, die Selbstsabotage.
00:39:49: Anstatt mich einfach nur dafür zu hassen, würde ich mir halt selber mal die Frage stellen, kann es dafür gute Gründe geben, warum ich mich lange selbst sabotiert habe?
00:39:58: Ich komme da drauf, weil ich jetzt in letzter Zeit häufiger solche Gespräche mit anderen Leuten geführt hab.
00:40:03: Und wirklich alle von denen hatten irgendeine krasse Scheiße in den letzten Jahren, irgendein Todesfall, irgendein Krankheit, Familie, irgendwas.
00:40:12: Auch bei mir oder bei dir, ne?
00:40:15: Das waren jetzt nicht unbedingt kleine Dinge, sondern das waren lebensverändernde, einschneidende Dinge,
00:40:20: die
00:40:21: alles durchgerüttelt haben.
00:40:22: plus noch eine Weltlage, die nicht einfach ist.
00:40:25: Und ich glaube, damit sind du und ich nicht alleine.
00:40:28: Und auch jetzt wahrscheinlich sie in der Sprache.
00:40:29: Ich könnte mir auch vorstellen, wahrscheinlich hat sie auch irgendetwas.
00:40:32: Wo man sagt, okay, da habe ich jahrelang dran geknabbert.
00:40:35: Und mir geht es ja einfach nur darum, dass man sich dann nicht noch zusätzlich Stress macht, um zu sagen, ey, da habe ich mich selbst sabotiert und warum bin ich so und so.
00:40:45: Sondern auch da wieder so eine Flexibilität bekommt und sagt, okay, es gibt halt Jahre diesen Scheiße.
00:40:51: Und da kann ich nicht besser werden oder an meinem Traum arbeiten oder irgendetwas perfekt machen.
00:40:56: Da esse ich nur Scheiße.
00:40:57: Da ist selbst Sabotage fast eine gesunde Reaktion, weil du dich selber davon abhältst, Kräfte für etwas aufzubringen, die dir gar nicht zur Verfügung stehen.
00:41:07: Total.
00:41:08: Ist dir klar, dass es noch eine Variante zur Selbstsabotage gibt, die du lange Zeit gemacht hast?
00:41:14: Welche?
00:41:14: Du hast dich nicht darüber aufgeregt, dass du dir selbst im Weg stehst.
00:41:17: Du hast dich darüber aufgeregt, dass andere dich sabotieren.
00:41:20: Dass du Visionen hast, dass du Pläne hast, dass du irgendwas erreichen willst und andere reden ist dir sofort schlecht.
00:41:26: Andere grätschen dir sofort rein.
00:41:27: Ja, ich
00:41:27: bin halt sensibel, was das betrifft.
00:41:29: Ich weiß auch, dass ich ... Das ist ein Ding.
00:41:34: Ja, ich weiß.
00:41:36: Aber das ist eine Form von Selbstsabotage.
00:41:38: Was?
00:41:38: Ja.
00:41:39: Warum?
00:41:40: Ich mache es dir an folgendem mit ein bisschen Spiel und mit ein bisschen Vorbereitung jetzt.
00:41:46: Total spürbar und sichtbar.
00:41:47: Wir werden den Kreis zu dieser Frage von dir gleich schließen.
00:41:51: Aber fangen wir dafür mit folgendem an.
00:41:53: Ich habe einen Plan, was wir bei unserer nächsten Tour machen werden.
00:41:57: Was da sehr anders sein wird als bei den Live Shows, die wir bisher gemacht haben.
00:42:01: Was
00:42:02: denn?
00:42:02: Mein Plan für meine Zukunft, nicht nur es ist, wieder mehr spielen, wieder mehr Schauspiel, wieder mehr in Rollen schlüpfen, verschiedene Sachen machen.
00:42:11: Meine schönste Vorstellung, bei der ich auch sofort merke, hey, die ist gar nicht komplex und schwierig und unrealistisch.
00:42:17: Machbar ist sie, wenn ihr uns für eine Tour, die was ist dein Scheißproblem?
00:42:22: heißt, Scheißprobleme schickt, dann können die nicht einfach nur theoretisch besprochen, sondern auf der Bühne gespielt werden.
00:42:30: Boah, wie können die Sage spielen auf der Bühne?
00:42:32: Exakt solche Dinge hab ich vor.
00:42:34: Ja.
00:42:35: Das fühl ich witzig.
00:42:36: Ich hab auch inzwischen nicht mehr so Angst davor.
00:42:39: Jetzt zeig ich dir eine Stelle, in die ich spiel sie direkt mit dir.
00:42:42: Das ist ein Auszug und ich hab den Originaltext nicht mehr.
00:42:45: Deswegen hab ich ihn grob aus dem Gedächtnis selber geschrieben.
00:42:47: Und nur ein paar Sätze hin und her.
00:42:49: Aus einer Szene, die ich am Ende meines Schauspielstudiums gespielt habe.
00:42:52: Und ich hab die geliebt.
00:42:53: Die ist von einem Autor namens Dennis Kelly.
00:42:56: Und der schreibt so, wie viele von uns sprechen.
00:43:00: Und auch so notiert, dass man sich überlappt.
00:43:03: Das Sätze sich überlappt und dann ist da ein Schrägstrich und das bedeutet, da beginnt schon der Satz des anderen und man redet kurz gleichzeitig, so wie wir Menschen nun mal in der Realität reden.
00:43:12: Gleich löst sich auf, warum ich diese kurze Sequenz hier mit dir spielen will, spielen wie sie erstmal.
00:43:17: Sie ist angelehnt an einen Originaltext, das Stück heißt Weisen, also mit A, weisen Kinder.
00:43:23: Man braucht eigentlich gar nicht so viel Kontext, weil der nicht wichtig ist für das, was ich daran anschaulich machen will.
00:43:28: Aber hier ist eine Anspannung in der Luft.
00:43:31: Wir haben einen Notfall.
00:43:33: Und du willst eigentlich nicht, dass ich diesen Notfall der Polizei melde.
00:43:36: Und ich will eigentlich zur Polizei.
00:43:39: Ich will jetzt losgehen.
00:43:41: Das ist die Situation.
00:43:43: Los geht's.
00:43:44: Du musst das nicht tun.
00:43:46: Du weißt nicht, was dann passiert.
00:43:47: Ich weiß, was passiert, wenn ich nicht gehe.
00:43:49: Wenn du gehst, gehst du wirklich.
00:43:52: Ja?
00:43:52: Okay.
00:43:56: Denkst
00:43:57: du denn nicht?
00:43:58: Das ist die Szene.
00:44:00: Okay, ich hab Fragen.
00:44:02: Natürlich hast du.
00:44:04: Was willst du sagen?
00:44:05: Ich will... Wo rum geht?
00:44:09: Pass
00:44:09: auf.
00:44:10: Eigentlich geht's mir nur um diese letzten beiden Sätze.
00:44:13: Ich steh auf.
00:44:14: Ich geh zu Tür.
00:44:14: Ich zieh mir die Jacke an.
00:44:15: Ich will jetzt zur Polizei gehen.
00:44:17: Und noch während meiner Hand sich zur Türklinke ausstreckt, sagst du nochmal etwas und ich habe nur darauf gewartet, dass du noch irgendetwas sagst.
00:44:25: Du sagst fast egal, was du sagst.
00:44:27: Du sagst ja sogar nur, denkst du denn nicht, dein Satz geht gar nicht zu Ende.
00:44:31: Und schon drehe ich um, ziehe die Jacke wieder aus und sag ja, wahrscheinlich hast du recht.
00:44:34: Ich habe nur darauf gewartet, dass du mich sabotierst.
00:44:37: Deswegen habe ich diese Szene damals so geliebt, weil ich eine Figur spielen konnte, die Angst vor ihrer eigenen Courage hatte.
00:44:45: Jemand, der die ganze Zeit einen Plan machen will und der es liebt, andere dafür verantwortlich machen zu können, dass er seinen Plan ja leider nicht durchziehen kann.
00:44:55: Klappt ja leider nicht.
00:44:56: Das ist
00:44:56: so gut.
00:44:57: Ja, du hast schon recht, wenn ich so mal ganz selbstkritisch darüber nachdenke.
00:45:01: Du schließt den Kreis, du weißt, warum ich das gerade meinte.
00:45:04: Ja, ja,
00:45:05: weil wenn ich so von anderen Leuten geredet habe, dass die einen sabotieren und auch die gesellschaftliche Stimmung und so.
00:45:10: Es ist schon was dran, dass ich dann denke, ich suche nach einer Erlaubnis.
00:45:15: Also ich suche.
00:45:16: Auch nach einer Erlaubnis zu scheitern.
00:45:18: Ja,
00:45:18: aber auf der anderen Seite denke ich mir dann, Mensch, wir müssen doch mehr.
00:45:23: Ich habe heute ein Video gesehen, das fand ich irgendwie voll schön.
00:45:25: Da hat einer so gemeint, hey.
00:45:27: Eigentlich haben wir in unseren Freundeskreisen echte Helden.
00:45:30: Also es gibt so viele Leute um uns herum, die nehmen wir für völlig selbstverständlich, die so ganz krasse Sachen erlebt haben, durchgestanden haben und was Neues daraus aufgebaut haben.
00:45:40: Entweder wir selbst, unsere Freunde, aber wir sehen es als so normal an, weil wir die halt schon lange kennen.
00:45:46: Und das ist doch eigentlich an der Zeit, dass wir die richtig feiern.
00:45:50: Okay, wen konkret und warum?
00:45:52: Also woran erkenne ich sie?
00:45:53: Diese Leute, ich weiß nicht, schau einfach mal um dich herum, wer was geschafft hat.
00:45:59: Du sagst, das ist toll.
00:46:02: Ich hab jetzt deine Schwester vor Augen,
00:46:04: die
00:46:04: Katrin.
00:46:05: So nach der Nierentransplantation.
00:46:08: Die geht voll ab.
00:46:09: Die ist so, die macht ihr Leben.
00:46:11: Die ist witzig.
00:46:13: Die haut irgendwie ein Spruch rein, die fährt in den Urlaub, die weißte so, die macht ihr Ding und die lässt sich von niemandem was sagen.
00:46:21: Und warum?
00:46:22: Weil sie, ich hab ja einmal Katrin gefragt.
00:46:24: Dann hat sie auch gemeint, Iris, ich kann, ist jetzt nicht genau in den Worten gesagt, aber so in der Art, sie hat auch gesagt, ich kann nicht auf die anderen so viel hören, weil dann bin ich tot.
00:46:34: Also ich muss vieles selbst in die Hand nehmen und ich muss Dinge hinterfragen.
00:46:39: Ich finde, Katrin ist ein krasses Beispiel dafür, weißt du, die man feiern kann, dafür, wie die abgeht.
00:46:45: Stimmt, Iris.
00:46:46: Und Katrin ist auch komplett anders gestrickt, als ich, wenn es um Pläne geht, um Struktur.
00:46:52: Die setzt sich hin, die macht das, die geht wirklich auch in die Details.
00:46:55: Das ist alles bei ihr notiert.
00:46:56: Ich habe einen Urlaub im März vor.
00:46:59: Und die Algarve, wo sie schon war.
00:47:01: Ey, die schickt mir alles, wo genau es sich lohnt, wo sie war, wo es sich nicht lohnt.
00:47:08: Ich wäre nie so.
00:47:09: Ich hab das gar nicht.
00:47:11: Ich bin wirklich komplett in diesem... Jo, erstmal reinstürzen, mal gucken, was dann passiert.
00:47:15: Ja, ne?
00:47:16: Manchmal wird's super, manchmal werde ich ausgeraubt.
00:47:21: Ja, aber da können wir uns was auch davon abschauen.
00:47:24: Ich finde das ganz gut.
00:47:25: Ja.
00:47:25: Ich
00:47:26: finde, was Katrin nämlich auch ganz gut kann, ist Verbindlichkeit und dazu habe ich eine Sprachnacht.
00:47:30: Okay.
00:47:30: Wir
00:47:32: bedarfen ja zumindest in dem Moment, wo sie mit anderen Menschen zusammenhängen.
00:47:35: Also nicht nur ich alleine plane irgendetwas, was ich für mich umsetzen will, sondern es gibt Pläne, die mit anderen Menschen irgendwie zusammen nur funktionieren, zum Beispiel für Abredungen.
00:47:47: Also dann bedarfen sie in einer gewissen Verbindlichkeit.
00:47:52: Und das ist etwas, von dem ich beobachte, dass
00:47:54: das nach und nach immer
00:47:56: mehr verloren geht.
00:47:58: Also eigentlich ist eine Verabredung heutzutage in ganz vielen Fällen nicht
00:48:04: mehr verbindlich.
00:48:06: Sie hat vollkommen recht damit.
00:48:08: Ich habe keine Ahnung, ob man zu dem Problem etwas sagen kann, was es erleichtert oder löst.
00:48:13: Ich kann nur sagen, dass ich aus dem Gegenteil komme.
00:48:16: Ich bin mega verbindlich.
00:48:18: Und das kann man als Last sehen.
00:48:19: Mich bindet die ganze Zeit mein Wort.
00:48:21: Ich krieg richtig Probleme und schlechtes Gewissen.
00:48:23: Ich winde mich, wenn ich Leuten sagen muss, wenn man es verabredet, ich kann doch nicht.
00:48:27: Man kann es aber auch als eine Superkraft sehen.
00:48:30: Es ist eine Superkraft.
00:48:31: Es ist ein totales Tool, das man benutzen kann, um Ziele zu erreichen.
00:48:34: Man muss sich einfach festlegen.
00:48:35: Man muss einfach, wenn man das hat, wenn es euch so geht wie mir und ihr ertragt es kaum, dann legt euch fest.
00:48:41: Gebt einer Person, die euch was bedeutet, einen Versprechen mit Datum.
00:48:45: ... an dem Tag.
00:48:46: Ich
00:48:46: bin ja miserabel daran.
00:48:47: Ja.
00:48:48: Du bist eher das Problem, das sie beschreibt.
00:48:50: Ich bin komplett das Problem, das sie beschreibt.
00:48:52: Es tut mir auch so leid.
00:48:53: Ich bin in anderen Sachen super verbindlich.
00:48:54: Weißt du so, wenn ... ... Menschen mit mir arbeiten oder so, dann bin ich mega verbindlich.
00:48:59: Ja.
00:48:59: Aber warum ist das ein Unterschied?
00:49:01: Was ist die Prämisse?
00:49:02: Du kriegst dafür Geld.
00:49:03: Man muss dich einfach bezahlen, damit du kommst.
00:49:07: Nein.
00:49:08: Es ist tatsächlich ein Prioritäten-Ding, das ich denke.
00:49:10: Ja, Freizeit und Tra-La-La, das kann ich ...
00:49:13: Ja, das ist einfach ... Nur das sind jetzt andere Worte für das, was ich gerade gesagt habe.
00:49:17: Seine ist Freizeit für das andere, kriegst du Geld?
00:49:19: Nein, nein, nein, es hat nicht so Geld gegeben.
00:49:21: Es ist immer so ein, ah, das ist so was Tiefsitzendes.
00:49:24: Freizeit darf ich nicht haben.
00:49:27: Oh.
00:49:28: Weißt du?
00:49:28: Und dann
00:49:29: müssen andere halt mitleiden.
00:49:31: Ja
00:49:31: klar.
00:49:31: Die anderen sind Freizeit und deswegen weniger wichtig für dich.
00:49:35: Genau.
00:49:36: Und das ist völliger Nonsens in meinem Kopf.
00:49:38: Das weiß ich auch inzwischen.
00:49:39: Völliger Quatsch.
00:49:41: Aber ich habe das so tief in mir drin.
00:49:42: Ich versuche da jedes Mal anzukämpfen.
00:49:44: Ich habe pure Stress, wenn ich weiß, ich habe einen Termin.
00:49:46: Pure.
00:49:47: Also wenn ich jetzt weiß, ich bin nächste Woche Donnerstag, bin ich verabredet.
00:49:50: Weiß ich nämlich.
00:49:51: Boah.
00:49:53: Das stets mich
00:49:53: jetzt
00:49:53: schon.
00:49:54: Ja.
00:49:54: Und
00:49:54: wenn ich einfach weiß, okay, nee, ich kann das alles frei entscheiden, ist gut.
00:49:58: Aber das ist auch schlecht.
00:49:59: Also ich finde das, was sie sagt, das ist wichtig.
00:50:02: Verbindlichkeit ist super wichtig.
00:50:04: Ja.
00:50:04: Leute wie ich, wir müssen uns ändern.
00:50:07: Okay,
00:50:07: okay.
00:50:07: Aber Iris, genau das, was du gerade sagst, ich höre dir zu und ich bin wieder erinnert an deine ersten Worte zu diesem Thema Planbarkeit.
00:50:14: Es macht dir doch Stress, wenn du dir so ein hohes Ziel setzt.
00:50:16: Dein Nervensystem reagiert gerade auf dieses hohe Ziel.
00:50:20: Verbindlichkeit ist wichtig.
00:50:21: Wenn ich eine Verabredung habe, dann russ mich auf ihn.
00:50:23: Ja.
00:50:24: Und dann wirst du dich damit beruhigen, beim Alten zu bleiben.
00:50:27: und es weiterhin nicht verbindlich zu tun.
00:50:29: Ich hab's halt in anderen Sachen, weißt du, so zum Beispiel jetzt, du und ich, krass verbindlich.
00:50:34: Ey, wenn du jetzt irgendwie sagst, hey, ich muss dich irgendwie sehen wegen irgendetwas, na klar, sofort.
00:50:40: Also da wird ja auch alles eingehalten in irgendeiner Form.
00:50:43: Das heißt, ich hab's also geschafft in deinem Wertesystem nicht ganz Freizeit zu sein.
00:50:47: Ja, genau.
00:50:47: Weißt du, so Partnerschaft und Familie und so weiter ist was völlig anderes.
00:50:51: Aber wenn's jetzt in irgendeiner Form, ich sag mal, Bekannte
00:50:54: sind, dann sind die Freizeit.
00:50:56: Ja, und das ist falsch.
00:50:57: Das ist völlig falsch.
00:50:58: Ja, ich weiß.
00:50:59: Aber jetzt machst du deinem Nervensystem schon wieder Stress.
00:51:01: Ich will da gerade versuchen, mit dir rauszukommen aus diesem Teufelskreis.
00:51:04: Gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass du so ähnlich wie du es zur Zeit mit dir mit dem Aufstehen machst und du freust dich so tierisch auf das Frühstück?
00:51:11: Die Möglichkeit, die eine Sache zu finden an dieser Freizeit angeblich, die dich so verlockt, auf die du dich so freust, dass es dir kaum noch gelingen wird, Verabredungen abzusagen?
00:51:23: Geht das nicht?
00:51:25: Boah.
00:51:25: Keine Ahnung.
00:51:27: Aber das ist eine gute Idee.
00:51:28: Weil du hast ein anderes Betriebssystem als ich.
00:51:30: Du bist komplett anders als ich.
00:51:31: Bei mir ist es nicht so, dass ich eine Vorfreude brauche, um mich zur Einhaltung der Verabredung zu verlocken.
00:51:37: Ich habe das Pflichtgefühl.
00:51:38: Bei mir geht es darum, ein schlechtes Gefühl zu vermeiden.
00:51:41: Das ist interessant.
00:51:42: Ja, nee, das habe ich gar nicht.
00:51:44: Ich bin völlig gewissenslos.
00:51:46: Ja, ja.
00:51:47: Das ist richtig schlimm.
00:51:48: In diesem Bereich echt, ja.
00:51:50: Ich mache die nächste Sprache nicht rein.
00:51:52: Hallo Matthias, hallo eure Exzellenz.
00:51:54: Mein Plan ist tatsächlich neben dem, dass meine Kinder und ich einfach überleben.
00:51:59: Da habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr ein Netzwerk hier aufzubauen.
00:52:03: Ich bin vor eineinhalb Jahren mit meiner Familie umgezogen in Skalgoy in ein ganz, ganz, ganz, ganz kleines Dorf, wo gefühlt mehr Kühe aus Normalsmenschen in ihrem Leben.
00:52:12: Und mein Partner hat an meiner Nacht einen Gemeinde, das wäre der perfekte Zeitpunkt, um die Familie zu verlassen, weil sie ihm einfach zernstrengend wurde.
00:52:21: Und jetzt stehe ich hier mit vier Kleids, zwei Kleids, es ist zehn Monate alt und hätte eigentlich im Februar im Krankenhaus wieder angefangen sollen zu arbeiten mit Nachtschichten, was natürlich nicht geht, ohne Netzwerk und ohne Menschen um mich herum und ohne ein Dorf, was die Kinder plus zieht.
00:52:37: Und davon abgesehen, dass ich nicht mehr weiß, wie man im nächsten Monat die Mitte zahlt.
00:52:44: habe ich mir an Silvester überlegt, ob ich mich jetzt hinsetzt und heul und so tue, als würde die Welt untergehen.
00:52:49: Und da habe ich gedacht, nein, ich möchte jetzt ein Vorbild sein und habe mir Pläne aufgeschrieben.
00:52:55: Und unter anderem ist der größte Plan, mir ein Netzwerk zu schaffen, in dem ich aufgefangen werde in solchen Situationen.
00:53:02: Und das ist für mich als absoluter Gebe-Mensch und People-Bleaser ungefähr das Schwierigste, was ich mir vorstellen kann.
00:53:09: Und ich gebe total gerne, aber Dinge anzunehmen, finde ich unglaublich schwer.
00:53:13: weil ich immer das Gefühl habe, ich bin es nicht wert.
00:53:15: Aber ja, das ist mein Vorsatz und also einer meiner Christenvorsätze.
00:53:19: Und ja, drückt mir die Daumen.
00:53:23: Vielleicht können wir hier helfen mit couple of.
00:53:25: Vielleicht könnt ihr uns schreiben, wenn ihr sagt, hey, ich möchte der Frau helfen in irgendeiner Form.
00:53:30: Ich möchte sogar etwas auffangen, was hier eventuell entstehen könnte bei manchen.
00:53:36: Am Schluss ihrer Nachricht schreit, während sie sagt, drückt mir die Daumen.
00:53:41: schreit ihr Kind im Hintergrund.
00:53:44: Und man könnte den Eindruck bekommen, dass das eine Aufgabe ist, wenn man sich da jetzt meldet und das Netzwerk mit ihr zusammen schafft, dass man dazu da ist, sie aufzufangen.
00:53:54: Und ich will euch einfach nur aus meiner aktuellen Erfahrung dagegenhalten und erzählen, meine Freundin bringt zwei Kinder mit in die Beziehung.
00:54:03: Eins ist sechs, eins ist elf.
00:54:05: Totale Bereicherung für mich.
00:54:06: Es ist wirklich schön und lustig.
00:54:09: Als ich den beiden erzählt habe, dass ich gerade ausgerobt wurde, haben sie mich ausgelacht.
00:54:15: Hat mir sofort eine lustigere, leichtere Perspektive darauf gegeben.
00:54:19: Ja.
00:54:21: Ich klinge wie ein Loser,
00:54:22: ne?
00:54:24: Ich kinderlaue mich voll aus.
00:54:25: Ha, der Idiot.
00:54:27: Matthias, kommen bessere Zeit.
00:54:29: Ja.
00:54:32: Die konnten einfach die Dimensionen noch nicht begreifen, aber haben halt mit dieser unbedarften, die es halt scheiße passiert.
00:54:38: Ich glaube, das war jetzt nicht so ein gutes Beispiel.
00:54:40: Wir sind wirklich, du bist ausgerottnet, auch von Kindern ausgelacht.
00:54:44: Du hast recht.
00:54:46: Aber ich finde es ganz schön, was sie sagt, mit dem Netzwerk sich das aufzubauen.
00:54:50: Ich glaube, wir unterschätzen das halt alle.
00:54:52: Wir sind so sehr geprimed in letzter Zeit da drauf.
00:54:55: Wir müssen selber alles durchstehen.
00:54:58: Auch das, was sie davor in der Sprache gesagt haben, der Verbindlichkeit und so.
00:55:02: Ich muss mir da selber auch an die Nase packen.
00:55:04: Also wir müssen anfangen, uns Netzwerke aufzubauen.
00:55:07: Das ist gerade in der heutigen Zeit echt wichtig.
00:55:09: Aber pass nur auf, dass du nicht in diese Falle gerätst, dich da jetzt selber zu geißeln.
00:55:14: Ich muss mich da jetzt selber an die Nase packen und so.
00:55:16: Ich probiere
00:55:16: das aus.
00:55:17: Ich probiere jetzt mal aus, wie es wäre, mal nicht eine Verabredung.
00:55:21: Genau.
00:55:22: Probier mal.
00:55:23: Probier mal, deine nächste Verabredung am Donnerstag einzuhalten.
00:55:26: Einfach mal versuchen.
00:55:28: Mach ich mal.
00:55:29: Du klingst nicht, als wäre das jetzt gerade der richtige Weg.
00:55:32: Was hast du für eine Sage dabei?
00:55:34: Die, die den Kreis schließt zu unserem Scheißproblem am Anfang, weil es um Eltern, naja, ein Vater geht, der Kontrolle ausüben will.
00:55:43: Ein Mann mit einem Plan.
00:55:45: Akrisios.
00:55:46: Ein König.
00:55:47: Ein König von Argos, der halt als König dafür bekannt ist, sehr planvoll und sehr vorausschauend seinen Amt auszuüben.
00:55:54: Ein guter König, ein beliebter König.
00:55:56: Der versucht immer alle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
00:56:02: Und das macht er natürlich auch mit seinem eigenen Schicksal.
00:56:04: Nicht nur mit dem Schicksal seines Reichs alles gut im Blick zu haben, sondern er geht auch zum Orakel in Delphi, das bekannt ist als zuverlässig.
00:56:14: Und meistens, das kennen wir auch aus den anderen Sagen schon, wenn man dahin geht, dann mit einem Problem.
00:56:19: Und das Orakel soll halt einen Rat geben.
00:56:22: Er geht wirklich nur, wie man zum Arzt zum Durchchecken geht dahin.
00:56:26: Er sagt, alles in Ordnung bei mir.
00:56:28: Wird das alles, läuft alles gut.
00:56:30: Und das Orakel sagt, ja, sieht alles top aus.
00:56:32: Mach mal dein Ding weiter.
00:56:34: Und er sagt, ja, klasse, okay.
00:56:36: Dann gehe ich wieder zurück in meinen Reich und meine Tochter Danae, die verheirate ich dann jetzt mal.
00:56:41: Und da sagt das Orakel, oh, oh, Vorsicht.
00:56:43: Deine Tochter Danae, die hat noch kein Kind, oder?
00:56:46: Er sagt, nein, nein, sie ist ja nicht verheiratet.
00:56:48: Wie sollte sie also?
00:56:49: Ja, sagt das Orackel, da ist die eine Sache, also wenn deine Tochter ein Kind bekommt.
00:56:54: Dann lautet der Spruch, du wirst getötet werden durch den Sohn deiner Tochter.
00:56:59: Das kann man dir mitgeben.
00:57:00: Acresios entscheidet also zu verhindern, dass seine Tochter einen Freund kriegt.
00:57:05: Und er geht weit.
00:57:07: Er baut einen brossenen Turm und sperrt sie darin ein.
00:57:10: Sorgt dafür, dass sie alles hat, was sie braucht.
00:57:13: Gesellschaft ab und zu, ja, aber dann nur von anderen Frauen.
00:57:17: Essen und Trinken wird da reingereicht.
00:57:19: In diesem bronzenden Turm muss sie den Rest ihres Lebens jetzt verbringen.
00:57:22: Das ist sein Plan.
00:57:24: Und er weiß eigentlich, gerade weil er ja so vorausschauend ist und sich so viel damit beschäftigt, er weiß, dass ein Schicksal, gerade wenn es vorhergesagt wird, wenn es eine Prophezeiung gibt, nicht verhindert werden kann.
00:57:35: Der beste Plan hilft nicht dagegen.
00:57:37: Aber er verdrängt das.
00:57:39: Er schiebt das beiseite.
00:57:40: Er denkt sich, naja, also, weiß nicht, mit diesem Plan bin ich doch eigentlich safe.
00:57:44: Wie soll denn das jetzt klappen?
00:57:45: Wie soll sie denn da ein Kind kriegen?
00:57:47: Natürlich kriegt sie ein Kind.
00:57:49: Wer fällt dir ein, Iris?
00:57:50: Wer hält es nicht aus, dass eine Frau ungeschwengert bleibt?
00:57:54: Entrutate?
00:57:56: Ja, und aus der, oh Gott, aus der griechischen Mythologie.
00:58:01: Ach so.
00:58:02: Ich war gerade so, okay, wer aktuell etwas Dummes gesagt in der Gesellschaft?
00:58:06: Nee, nee.
00:58:07: Wir sind weiterhin über den Griech, ja, ja, der Entrutate der griechischen Sagen.
00:58:10: Ja,
00:58:11: genau.
00:58:13: Ja.
00:58:14: Und er kommt ja normalerweise in Gestalt eines Tieres oder so, als Stier bei Europa, als Schwaden bei Leder.
00:58:21: Und hier kommt er, ich habe das Gefühl, ich hätte das ab und zu schon mal einfach am Rande erwähnt, weil das so eine besondere Erscheinung ist, als goldener Regen.
00:58:30: Er regnet oben golden rein in diesen
00:58:33: bronzenden
00:58:34: Turm.
00:58:34: und schwängert in Form des goldenen Regens.
00:58:37: Danae.
00:58:37: Das
00:58:38: ist schon wieder so eine Drogengeschichte, ne?
00:58:40: Michael Kühlmeyer sagt dazu immer biologisch fragwürdig, aber mythologisch einwandfrei.
00:58:46: Es klappt.
00:58:47: Und sie kriegt einen Sohn.
00:58:48: Wenn die
00:58:49: Leute auf Pilzen waren, ne?
00:58:51: Dann haben die mir immer solche Stories bekommen.
00:58:54: Ja, mythologisch einwandfreie Geschichte auf Pilzen.
00:58:58: Natürlich bekommt Akrizios mit, dass seine Tochter da plötzlich mit einem schreienden Kind im Turm ist.
00:59:04: Und jetzt hat er wieder ein Problem.
00:59:05: Der kann die nicht töten.
00:59:07: Er kann sein Enkelkind nicht töten.
00:59:10: Damit lädt er so einen Riesenschuld auf sich, dass weiß er, dass das nicht geht.
00:59:14: Das ist noch nie irgendwo gut ausgegangen in der griechischen Mythologie.
00:59:18: Aber er kann sie aussetzen, die beiden, und sie ihrem Schicksal überlassen.
00:59:21: Und das tut er.
00:59:22: Er setzt ihn so eine Holzkiste und schickt sie aufs Meer.
00:59:25: Auch so ein Motiv, das man dann kennt, von Moses aus der Bibel, dieses ausgesetzt werden.
00:59:29: Die beiden treiben und natürlich entscheidet das Schicksal eben nicht, die beiden dann im Meer untergehen zu lassen, sondern sie werden an Land getrieben, an eine Insel.
00:59:39: Dort erst gibt sie ihrem Sohn einen Namen, Persäus.
00:59:43: Persäus ist einer der größten Helden der griechischen Mythologie.
00:59:47: Das ist der, der die Medusa tötet.
00:59:50: Über den können wir an ganz vielen anderen Stellen noch reden.
00:59:52: Eigentlich ist hier gerade nur wichtig, sie überleben und in seinem langen Leben als Held kommt er irgendwann zurück nach Argos.
01:00:00: Acresios ist schon ein alter Mann und er denkt, er hätte sein Schicksal besiegt.
01:00:04: Und es finden sportliche Spiele statt, sowas wie die Olympischen Spiele, ja.
01:00:07: Es wird da ... Herr Seuss ist einer der Athleten, macht mit, wirft ein Diskus und dieser Diskus fliegt nicht ganz so, wie er soll.
01:00:14: Entweder hilft der Wind nach oder er rutscht schlecht ab, aber diese Steinscheibe dieser Diskus fliegt ins Publikum auf den alten König, Acresios.
01:00:24: Der göttliche Plan wird erfüllt.
01:00:26: Er stirbt.
01:00:27: durch den Sohn seiner Tochter.
01:00:29: Egal wie sie er erst verhindern wollte.
01:00:32: Also du sagst, egal was man da plant.
01:00:37: Zeus kommt als Golden Shower.
01:00:41: Also geht schlecht aus.
01:00:44: Egal wie wir es planen.
01:00:46: Iris, ich sag das nicht.
01:00:47: Ich bin auch selber gar nicht so fest davon überzeugt.
01:00:49: Was mir auffällt in der Geschichte?
01:00:51: Wie heißt der Pergos?
01:00:53: Perseus.
01:00:53: Perseus.
01:00:54: Guck mal, keiner redet über den.
01:00:57: Niemand interessiert sich für den.
01:00:58: Es
01:00:58: gibt einen ganzen Film, der Perseus heißt.
01:01:01: Und
01:01:01: weiß ich davon?
01:01:02: nein, aber ich kenne Zeus.
01:01:03: Es ist aber nicht dein Genre.
01:01:04: Ah, Zeus kennt jeder.
01:01:05: Ja, ich weiß, was du
01:01:06: meinst.
01:01:06: Jeder kennt Zeus.
01:01:07: Und was sagt uns das?
01:01:09: Auch wenn wir nächstes Jahr nicht heldenhaft sind, wenn wir nicht immer moralisch korrekt sind und alles perfekt machen, ne?
01:01:17: Kriegen wir vielleicht sogar doch mehr Aufmerksamkeit da durch?
01:01:23: Verschieße ich mal?
01:01:24: Ja, ja.
01:01:25: Weißt du was?
01:01:26: Ja, so ist den interessiert doch niemanden.
01:01:28: Aber Zeust, der so ein bisschen so ein kleiner Nutterich ist.
01:01:32: Ja, ja,
01:01:32: ich bin aber nicht sicher, ob das gerade gut ist, was du aus dieser Sage ziehst.
01:01:36: Vor allem, weil wir ihn als den Entrutate der griechischen Mythologie bezeichnet haben.
01:01:40: Und ja, wenn du anderen in ihr Schicksal reinpist, dann hast du natürlich den größeren Ruhm und jeder kennt deinen Namen.
01:01:47: Aber ist das der Weg?
01:01:48: Ist das ein guter Plan auf die Weise?
01:01:50: Ich
01:01:50: will nur sagen, wenn ihr nicht perfekt seid nächstes Jahr, scheiß drauf, Mann.
01:01:54: Seid lieber Unikate.
01:01:56: Oder?
01:01:57: Ja, ja.
01:01:58: Bis nächste Woche, ne?
01:01:58: Hab eine gute Zeit.
01:02:00: Thema der nächsten Folge, was ihr braucht, was ihr nötig habt, was ihr zum Leben braucht.
01:02:05: Was fällt euch ein zu Couple of Needs?
01:02:07: Bis dann.
01:02:07: Ciaoli.
01:02:08: Ciaoli.
New comment