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Needs – „Erstmal 'ne Runde Tennis"

Show notes

So, ihr bedürftigen Schafe. Bock auf möhöhöhöhöhr? Dann Strom aus, Moderationsstimme an, es ist wieder Zeit für „Flex mit Ex – Scheißideen in zwei Sätzen erklärt." Wir stürzen uns ins kommunikative Chaos und verdienen uns jedes einzelne Unfollow. Wie geht's dabei allen anderen? Wer besitzt wen? Geben wir diesen Fragen erstmal Zeit und holen uns körperlichen Ausgleich. Ist nämlich auch gut und wichtig. Sind unsere Bedürfnisse immer schlau? Kennen wir sie überhaupt? Habt ihr auch keine Lust, die nächste Sau durchs Dorf zu jagen? Dann erfahrt in dieser Folge alles über die Wichtigkeit des Lächelns und die sechs sozialen Bedürfnisse eines CIA-Hochstaplers. Lasst uns manipulative Kennenlernspielchen spielen und unsere Kindheitsdefizite auf andere projizieren. Wir feiern usnere Misserfolge und erkennen, dass das Slawische doch manchmal Nachteile hat. Vielleicht wil der Einbrecher mal wirklich gesehen werden. Am Ende gibt's noch den Stammbaum von Familie Immerscharf als Plakat und ein paar Angestellte von Iris, die einem blinden ins Essen kacken.

Shownotes

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Show transcript

00:00:00: Nichts.

00:00:01: Boah, das klang richtig bedürftig.

00:00:16: Hallo, herzlich willkommen.

00:00:22: Es ist ein

00:00:23: besserer Anfang.

00:00:23: Ja, ich habe mich gerade geschämt, wie ich davor angefangen habe.

00:00:26: Dabei war es von Herzen.

00:00:27: Ich habe gesagt, boah, ich freue mich auf die Aufnahme.

00:00:29: Wir

00:00:29: haben manchmal so eine Moderationsstimme.

00:00:32: Wir haben vorher ganz normal geredet und dann ist die Stimme halt so.

00:00:34: Dann werden wir ganz normal miteinander und dann mit den Mikros angehen.

00:00:38: Hi.

00:00:39: Herzlich willkommen.

00:00:40: Schön, dass ihr dabei seid.

00:00:41: Ja, natürlich.

00:00:42: Aber ich finde auch, das ist schon richtig so.

00:00:44: Dann hat man doch auch gleich mehr Spaß.

00:00:46: Ihr könnt uns hier mal Feedback geben.

00:00:47: Empfindet ihr das als unehrlich moderieren?

00:00:50: Ich will kein Feedback.

00:00:51: Ich will nicht dazu kein Feedback.

00:00:52: Ich möchte nicht dauerhaft verunsichert werden, weil wir werden unterschiedliches Feedback bekommen.

00:00:56: Das

00:00:56: stimmt.

00:00:57: Irgendwer wird antworten.

00:00:58: Ihr klingt so verlogen am Anfang.

00:01:00: Es

00:01:00: gibt einfach sehr viele verschiedene Sichtweisen zu einem Thema.

00:01:04: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:01:06: Kappel Off.

00:01:07: Stimmt, ist das Wesen dieses Podcasts?

00:01:09: unterschiedliche Sichtweisen auf einem Thema.

00:01:11: Ich will über den Blackout in Berlin reden.

00:01:13: Ja,

00:01:14: lass uns drüber reden.

00:01:15: Ist es für mich total komisch, darüber zu sprechen?

00:01:17: Da spielen Perspektiven direkt eine Rolle.

00:01:20: Für uns oder wahrscheinlich Deutschland weit sogar, ist das ein großes Thema?

00:01:24: Auch wenn wir nicht unmittelbar selbst davon betroffen waren, wenn wir nicht zu diesen vierzig, fünfzigtausend Haushalten gehörten, die keinen Strom hatten auf einen Schlag.

00:01:31: Aber die Möglichkeit, das spielt eine Rolle für uns im Alltag.

00:01:34: Die Möglichkeit, dass man unsere kritische Infrastruktur so angreifen kann.

00:01:39: Wer auch immer es war, das spielt eine Rolle im Alltag.

00:01:42: Und warum?

00:01:42: ich sage, trotzdem komisch darüber zu reden, im Weltgeschehen, im Vergleich, was noch alles gerade so passiert, ist das wiederum kleiner.

00:01:50: Geht es dir nicht auch so?

00:01:51: Also... Es ist halt etwas, was in unserer Stadt passiert.

00:01:55: Und ich finde, das ist ein schönes, griffiges Beispiel, um darüber zu reden, was da auch so kommunikativ passiert ist.

00:02:03: Also für alle, die jetzt keine Ahnung haben, wovon wir reden.

00:02:05: Am Samstag ist in Berlin, im Süden von Berlin, ein Stromausfall gewesen.

00:02:10: Der

00:02:11: eindeutig herbeigeführt wurde, Starkstromkabel, die über eine Brücke führten.

00:02:16: wurden sabotiert.

00:02:16: Da wurde so ein Baustellenspieß durchgestochen, damit die kurz geschlossen wurden, die Kabel...

00:02:21: Warum weißt du das so genau?

00:02:22: Ich hab mir das durchgelesen.

00:02:24: Das, was du mir geschickt hast.

00:02:25: Das kann ja wohl nicht wahr sein.

00:02:26: Dass du mich jetzt fragst, woher ich das weiß.

00:02:28: Bist du die Vulkangruppe?

00:02:31: Es gab einen Bekenner schreiben und auf Indymedia... Boah,

00:02:34: ich hab mir das reingezogen.

00:02:35: Na dann weißt du doch, woher ich das jetzt wusste mit dem Baustellenspieß.

00:02:37: Da steht's doch drin.

00:02:38: Ich kann

00:02:38: mir das nicht durchlesen.

00:02:39: Ich hab dieses, also es war diese Vulkangruppe.

00:02:41: Die haben Brandanschlag gemacht.

00:02:43: Warte,

00:02:43: wenn du sagst, es war diese Vulkangruppe.

00:02:45: Das ist ja genau das, worüber dann die ganze Zeit so hitzig diskutiert wird.

00:02:49: Ja

00:02:49: gut, die haben wir beim Bekennerschreiben.

00:02:50: Genau, aber dieses Bekennerschreiben hier, das hast du da auch mitbekommen.

00:02:55: Da gibt es dann so Sprachanalysen, deren Ergebnis lautet.

00:02:58: Moment, Moment,

00:02:58: Moment.

00:02:58: Das ist aus Fremdsprachen übersetzt, vermutlich.

00:03:00: Moment,

00:03:01: Moment, Moment.

00:03:01: Wer hat denn diese Sprachanalysen gemacht?

00:03:03: Siehst du?

00:03:03: Genau, wir sind mittendrin in diesem kommunikativen Chaos.

00:03:07: Wer hat wann, was gesagt, mit welchem Hintergedanken und Interesse?

00:03:09: Was ist echt, was ist hier nicht echt?

00:03:11: Ich weiß es doch nicht.

00:03:12: Hast du eine Gewissheit?

00:03:13: Kennst du dich aus in diesem Dschungel?

00:03:15: Das ist

00:03:15: mein Punkt.

00:03:15: Ich hab keine Gewissheit.

00:03:17: Es

00:03:17: gibt dann einen Schreiben auch in die Media von der Vulkangruppe oder einer Vulkangruppe, die sagt... Hör mal, wir waren das nicht und wir haben seit Jahrzehnten nicht mal mehr überhaupt irgendwas gemacht.

00:03:26: Auch letztes Jahr.

00:03:27: Wir waren das nicht.

00:03:28: Also Vulkangruppe hat sich von Vulkangruppe distanziert.

00:03:30: Es gibt anscheinend mehrere Vulkangruppen.

00:03:32: Wahrscheinlich können sich diese Gruppen auch autonom immer mit dieser Überschrift.

00:03:36: Ja,

00:03:36: die müssen aber echt noch anders freien und so, dass es für dich da ist.

00:03:40: Ich habe auch so drüber nachgedacht.

00:03:43: Ich habe so wie eine Werberin nachgedacht, wenn du immer einen Anschlag nachdenkst.

00:03:47: Wann ist eine Idee gut, wenn du sie in zwei Sätzen erklärst?

00:03:51: Aber Iris, jetzt passt doch mal auf.

00:03:52: Wenn es wirklich eine False-Fleck-Operation wäre, ja?

00:03:55: Also du willst so tun, als wärst du die Vulkankruppe und kackst deinen Nachbarn vor die Tür und machst dann einen Bekennachschreiben.

00:04:03: Dann weißt du doch jetzt, hast du selber gerade benannt, wie du es am besten machst, eben nicht in zwei Sätzen schreiben.

00:04:08: Wir waren's, die Vulkangruppe.

00:04:09: Schöne Grüße.

00:04:10: Sondern du weißt, du musst zwei Dienervierseiten während Text schreiben, warum du's gemacht hast und so weiter.

00:04:15: Weil die

00:04:15: Idee scheiße war.

00:04:17: Weil die Idee komplett scheiße war.

00:04:18: Das ist immer so eine... Das ist mal ein Punkt.

00:04:21: Was haben die

00:04:22: sich denn?

00:04:22: Egal, wer ist jetzt... Scheiße.

00:04:25: ist dir klar, was du gerade... Du hast es auf den Punkt gebracht.

00:04:27: Du kackst jemanden vor die Tür.

00:04:28: Die Idee war scheiße.

00:04:29: Wortwörtlich, natürlich.

00:04:31: Aber wenn du so tun willst, als ob du's wärst, dann weißt du, was du machen musst.

00:04:36: Lang und wirr.

00:04:37: Schreiben.

00:04:38: Dein Bekenner schreiben.

00:04:39: Bist

00:04:39: du jetzt auch so, dass du denkst, es ist ein Falsch?

00:04:41: Nein, Iris!

00:04:42: Ach, verdammt!

00:04:44: Ich äußere doch keine Gewissheit.

00:04:46: Ich sag doch nur, das ist eine Grundlage.

00:04:49: Für Zweifel?

00:04:50: Also ich finde Zweifel genau richtig.

00:04:52: Und dass wir uns auch alle fragen, was ist das und wo kommt das her?

00:04:55: Das finde ich gut.

00:04:57: Aber was ich so erschreckend fand, war also nicht so von so einige Creator und auch in den Kommentarspalten, da waren die Leute sich einfach richtig sicher.

00:05:05: Ja,

00:05:05: das Gegenteil eben von ungewissheit, von Zweifel.

00:05:08: Und die konnten es nicht waren.

00:05:09: Ich habe ein perfektes Beispiel.

00:05:10: Gestern kam von Korrektiv, Post.

00:05:13: Ja.

00:05:13: dass sie jetzt auch Recherchen gemacht haben und dass sie halt

00:05:17: zum jetzigen Stand sagen, es deutet daraufhin tatsächlich links extremistischer Terror.

00:05:22: Und dann die Kommentare drunter.

00:05:24: Kann nicht sein, stimmt nicht.

00:05:25: Korrektiv seid ihr's, unfollow.

00:05:28: Das ist doch alles Fake.

00:05:29: Wie tief seid ihr gesunken?

00:05:31: und so weiter und so fort.

00:05:31: Fällt

00:05:32: ihr auch noch darauf rein.

00:05:33: Ja.

00:05:34: Erst mal fand ich es mutig vom Korrektiv, das rauszubringen.

00:05:37: Warum mutig?

00:05:38: Weil wir letztes Jahr, wir haben noch dieses Projekt gemacht, wo wir dann uns mit vielen Zeitungen beschäftigt haben, um jemanden da Communities aufbaut.

00:05:44: Und wenn man sich da gut finanzieren will, das nämlich ein Geschäftsmodell, baut man sich eine Community so auf, dass man einem bestimmtes Narrativ bedient.

00:05:53: Und man weiß irgendwie, wofür diese Leute stehen, welche politische Gesinnung sie haben.

00:05:58: Ganz simpel runtergebrochen.

00:05:59: Wer mit Journalismus Geld verdienen will, sagt den Leuten, was sie hören wollen.

00:06:03: So

00:06:03: ungefähr.

00:06:04: Und im Umkehrschluss, wer den Leuten nicht nur das sagt, was sie hören wollen, geht ein finanzielles Risiko ein.

00:06:09: Ein

00:06:10: bisschen zeichnet sich das halt aktuell so ab und deswegen ist es auch meistens so das Creator, die ein bestimmtes Narrativ die ganze Zeit verfolgen und sich dann darauf hin leichter eine Community aufbauen können, leichter damit Bücher verkaufen können.

00:06:24: und genauso ist es mit journalistischen Formaten, wo man ja wo es immer eine bestimmte Richtung nur ist und er wird wenig reflektiert, wenig hinterfragt.

00:06:32: So, und jetzt hat Korrektiv das gestern rausgebracht, dann kann man das richtig auch live mal sehen an den Kommentaren, wie die Leute halt sagen, das kann auch gar kein Fall sein.

00:06:40: Hast

00:06:40: du zufällig auch geguckt, ob dann tatsächlich deren Followerzahlen gesunken sind vorher, nachher?

00:06:45: Noch

00:06:46: nicht, nee.

00:06:46: Das wäre spannend gewesen, denn das ist mein nächster Gedanke.

00:06:49: Wir sehen ja auch was sehr selektives.

00:06:51: Leute, die einfach nur sofort in den Kommentaren schreiben, dann entfolge ich und oft ist das einfach nur ein Ausdruck von Wut und so, aber man bleibt dran.

00:07:01: Und was will man damit erreichen, erst mal sich Luft zu machen, aber auch der Quelle zu sagen, hört auf, sagt mir das, was ich hören will.

00:07:09: Du hast auch einen guten Tag damit, weil eigentlich glaube ich viele Leute, die das noch sehr ambivalent, sage ich jetzt mal, hinterfragen und alle Möglichkeiten sehen, die kommentieren halt auch einfach nicht.

00:07:20: Die lesen sich das durch.

00:07:22: Weil du mit Ambivalenz gerade was angesprochen hast, da weiß ich gerade wirklich genau, wie wir gleich ins Thema einsteigen.

00:07:28: Ist Ambivalenz

00:07:29: falsch?

00:07:29: Nein,

00:07:29: nein, nein.

00:07:30: Das ist super.

00:07:30: Und ich möchte über Amiguitätstoleranz sprechen.

00:07:33: Und dass das ein Bedürfnis von mir ist.

00:07:34: Und ich will mich total über mich sehr bald aus dich machen, was ich davon habe.

00:07:38: Machen wir gleich.

00:07:39: Ich habe noch eine Sache beobachtet.

00:07:40: Und zwar, wenn du etwas zu deiner Identität machst.

00:07:43: Das haben wir auch bei Shitmoves im Buch.

00:07:45: Wenn du sagst, ich bin links.

00:07:48: Ich bin... Weiß ich jetzt nicht, ne?

00:07:52: Was ist noch mal das andere?

00:07:55: Ich will nicht, ich will nicht, dass das auch umsonst.

00:07:56: Zitiert werden?

00:07:57: J Ich weiß ich jetzt nicht, ne?

00:07:58: Was ist noch mal das andere?

00:08:00: Was hast du da gesagt im Quatsch?

00:08:02: So warum?

00:08:04: Die Stelle hätte ich auch genommen und vorne dran gestellt.

00:08:06: An die Folge.

00:08:08: Ich bin

00:08:08: rechts.

00:08:09: Ich bin rechts.

00:08:11: Da hättest du einen Vulkan Text geschickt.

00:08:19: Wenn man das zu seiner Identität macht.

00:08:21: Du bist doch dann so emotional bei der ganzen Sache dabei.

00:08:23: Das hat eine große Kraft, aber es hat auch die Schwierigkeit, dass wenn sich dann etwas verändert von diesem Bild, wie du es eigentlich siehst, dass du dafür gar nicht mehr zugänglich bist.

00:08:34: Ja, natürlich.

00:08:35: Findest du denn jetzt, dass wir nach dieser langen Beschäftigung, auch mit Shitmoves und mit all dem, dass wir eine Klarheit, eine Übersicht haben, dass

00:08:43: wir

00:08:43: mit diesem kommunikativen Chaos gerade oben gehen?

00:08:46: Ich

00:08:46: krieg immer mehr Chaos.

00:08:47: Ich merke richtig in meinem Kopf, ich bin so voll auf Null und denke mir, was kann ich denn eigentlich wissen?

00:08:53: Ich mache ein Angebot.

00:08:54: Das, was du da gerade äußerst, wie du dich jetzt fühlst, das ist ja nicht nur bei dir so, das ist ja ein Gesamtergebnis.

00:09:00: Alle, die mit dieser Sache sich befasst haben, haben ein Gefühl.

00:09:05: Egal woher sie kommen, egal aus welcher Richtung sie da drauf schauen, das ist ähnlich wie Deins, das ist ein Vertrauensverlust.

00:09:11: Selbst wenn sie mit Gewissheit drüber reden, selbst wenn sie zum Beispiel auf korrektiv reagieren und sagen, seid ihr es, dann ist ja da ein Gefühl, dass sie damit ausdrücken, Vertrauensverlust.

00:09:20: Können wir da nicht in Ordnung reinbringen an der Stelle und sagen, wenn das Ergebnis eines solchen Themas Vertrauensverlust ist?

00:09:27: Ich formuliere das jetzt als Frage in unserer neuen Rubrik.

00:09:30: Ich stelle

00:09:31: nur Fragen.

00:09:32: Gibt es denn nicht offensichtlich?

00:09:35: Player, die von Vertrauensverlust in einer Gesellschaft profitieren?

00:09:40: Also der eine Player war ja Kai Wegner, der Tennis gespielt.

00:09:45: Iris!

00:09:46: Ich wollte damit so langsam rauskommen aus diesem Thema im Intro, weil ich habe noch andere Sachen, worüber ich mit dir reden wollte.

00:09:53: Und jetzt sagen wir müssen uns Kai Wegner und sein Tennis Spiel wirklich dann auch gleich für den Anfang aufheben.

00:09:58: Das ist perfekt!

00:09:59: Damit kann ich meinen Ambiguitätstoleranz-Take verbinden.

00:10:02: Ganz leicht.

00:10:03: Kann ich dich andere Sachen fragen?

00:10:05: Ja.

00:10:05: Hast du die fünfzig Schafe mitbekommen, die in Pennymarkt gestürmt sind?

00:10:08: Oh

00:10:09: ja, das war toll.

00:10:10: In Bayern.

00:10:11: Das fand ich großartig.

00:10:12: Das passt auch zu der letzten Folge mit dem Supermarkt.

00:10:15: Deswegen

00:10:16: erzähle ich davon.

00:10:16: Supermarktwerbungen mit blöden Wortspielen und mit Testimonials.

00:10:20: Wir haben einige von euch geschickt bekommen.

00:10:22: Wir haben noch gewitzelt.

00:10:23: Ob Kai Pflaume Werbung für Pflaumen machen würde?

00:10:27: Er macht Werbung für einen Pflaum-Tea.

00:10:29: Und es gibt allen Ernstes eine Kampagne, in der Frederik Lau eingesetzt wird und er bekommt Gutes für Lau.

00:10:35: Supermarktwerbung.

00:10:36: Kannst du dich noch daran erinnern bei der letzten Podcast-Folge, dass ich das noch vorgeschlagen habe mit Frederik Lau?

00:10:42: Und das hatten wir dann aber nicht drin, weil das zu dünn war.

00:10:44: Ja, das ist

00:10:44: dem Schnitt.

00:10:45: Ja, ja, ja.

00:10:47: Wir haben es rausgenommen, weil uns das zu blöd war.

00:10:50: Dann mache ich jetzt hier noch einen... zu blöden Vorschlag, was man mit den Schafen machen könnte.

00:10:55: Penny sollte diese Schafe als Testimonials nutzen und sagen Schaf auf gute Preise

00:11:01: oder

00:11:01: Iris oder noch besser Bock auf mehr.

00:11:08: Ich würde sagen, wir haben mit unserem Geschmacken scheiß Problem.

00:11:17: Hallo Iris, hallo Matthias.

00:11:19: Und zwar hab ich das Problem, dass ich eure Podcast... Ich hab irgendwie ne Blockade, den zu hören, seit ihr euch getrennt habt.

00:11:27: Und ich weiß nicht, warum.

00:11:28: Vermute, dass ich eure Beziehung irgendwie idealisiert habe.

00:11:32: Irgendwie kann ich das nicht verkraften, dass ihr euch getrennt habt.

00:11:35: Und ich versteh das irgendwie nicht so richtig, was da in mir vorgeht.

00:11:38: Weil ihr habt das ja alles super erwachsen gelöst.

00:11:41: Und das ist euer Leben, das ist nicht mein Leben.

00:11:44: Ich hab da ja gar keinen Einfluss drauf.

00:11:47: Und auch gar kein Nachteil durch, dass ihr jetzt getrennt seid.

00:11:50: Ihr macht den Podcast ja auch noch weiter zusammen.

00:11:52: Und also ich habe schon noch ein paar Folgen danach gehört und die Dynamik hat sich auch nicht wirklich verändert.

00:11:58: Aber irgendwie bin ich total blockiert und ich weiß nicht so wirklich woran es liegt.

00:12:02: Vielleicht habt ihr ja eine Idee.

00:12:03: Ich denke halt die ganze Zeit schon seit einer Woche in Bedürfnissen.

00:12:07: Schau auf alles mit diesem Blickwinkel.

00:12:09: Was braucht, was braucht sie von uns, damit sie wieder zuhört?

00:12:13: So war die ganze Trennung bei uns, Matthias.

00:12:15: Wir haben immer geguckt, was brauchen jetzt die anderen von uns, damit sie mit unserer Trennung klarkommen.

00:12:20: Das war richtig krass.

00:12:22: Wir haben in unserem Umfeld klar auch mit der Community und so.

00:12:26: Und dann habe ich die ganze Zeit gedacht, ey, krass, das war unsere Trennungsphase.

00:12:29: Wir haben die ganze Zeit geguckt, wie geht es den anderen?

00:12:31: Das fand ich tatsächlich sogar das Schwierigste an der ganzen Trennung.

00:12:34: Ich

00:12:34: auch.

00:12:34: Anderen, das zu geben, was sie dabei brauchen.

00:12:39: Nicht dir und nicht mir.

00:12:41: Das war easy.

00:12:42: Ich habe mir Gedanken gemacht, woher das vielleicht kommen könnte.

00:12:45: Ich glaube, wenn ich das jetzt aus einer Marketing-Brille.

00:12:47: Ja,

00:12:48: das ist die richtige Brille, die man da aufsetzt.

00:12:50: Ja, wir gehen mal jetzt mal weg von dem ganzen menschlichen.

00:12:52: Ja, ja,

00:12:53: ja.

00:12:53: Ja, bitte.

00:12:55: Einfach Marketing-Brille.

00:12:56: Ich glaube, wir haben vorher das einfachere... Narrative, also die einfache Geschichte erzählt.

00:13:01: Wir haben erzählt, wir sind ein Pärchen, wir haben auch was Kreatives zusammen, wir sind total unterschiedlich, haben Probleme miteinander, was sehr viele Paare draußen auch haben.

00:13:10: Aber wir finden immer auf eine kreative, lustige Art und Weise Probleme damit, Wege damit.

00:13:16: Ja,

00:13:17: das war perfekt freutsch.

00:13:18: Also das war eine super Zusammenfassung dieser zehn Jahre eigentlich.

00:13:23: Ja,

00:13:23: also mit Problemen umzugehen.

00:13:26: Und ich glaube, da haben dann viele gesagt, okay, das ist toll.

00:13:29: Ich will da auch reinhören.

00:13:30: Ich will auch irgendwie gucken, mich davon inspirieren lassen.

00:13:34: Jetzt ist das eine andere Geschichte, die wir haben.

00:13:36: Die Paarebene, das war jetzt irgendwann mal ein Punkt, wo wir sagen, da gehen wir raus.

00:13:39: Aber wir haben uns trotzdem noch weiterhin füreinander entschieden.

00:13:42: Wir machen trotzdem noch sehr viele Dinge miteinander.

00:13:46: Das war ja Voraussetzung dafür.

00:13:48: Wenn wir gesagt, wenn wir das alles, was wir beide toll finden an dieser Bindung, behalten wollen, gesundheiten wollen, es genießen und daraus schöpfen wollen, dann sollten wir diese eine Ebene, die all dem anderen im Weg steht, beenden.

00:14:02: Und weißt du, was wir dafür brauchen?

00:14:03: Ein Claim.

00:14:05: Oh, hast du schon einen?

00:14:07: Ich denke noch nach.

00:14:08: Flex mit X.

00:14:10: Wie wäre das?

00:14:12: Den finde ich gut.

00:14:14: Flex mit

00:14:15: X. Oder den von Penny.

00:14:16: Bock auf mehr.

00:14:20: Komplexer, erklärender, nicht nur wer fickt, liebt wirklich.

00:14:26: Das ist immer das, was wir momentan sagen, wenn wir irgendwelche Nachrichten in dieser Form bekommen.

00:14:31: dass wir dann sagen, okay, da hat wieder eine Person ein Problem, damit das für dich wird.

00:14:37: Was wäre das Ziel von dem Claim?

00:14:39: Ich finde das mit einem interessanten Ansatz.

00:14:41: Ich glaube, wir definieren damit was neu.

00:14:44: Weißt du, wir geben der Sache einen Namen, was echt schwierig zu erklären ist.

00:14:49: Bisher kommen wir immer völlig theoretisch an.

00:14:51: Das ist...

00:14:52: eine

00:14:52: weitere Form einer Beziehung und so.

00:14:56: Man schaltet doch ab.

00:14:57: Da hört man doch nicht mehr zu.

00:14:58: Es muss irgendwie was Griffiges sein, wie man das erklären kann.

00:15:01: Okay,

00:15:01: also dein Ziel wäre eigentlich ein neues Zielpublikum, sich zu erschließen.

00:15:06: Leute, die genau das dann haben wollen.

00:15:09: komplexere Fortsetzungen von Beziehungen auf mehr Ebenen als auf dieser einen.

00:15:14: Ich glaube, es gibt sehr viele Leute, also es waren ja auch sehr viele Nachrichten an uns gerichtet.

00:15:17: Ich habe ganz viele in diese Richtung bekommen, wo Mädels gemeint haben, wie schaffst du das, dass der Matthias noch mit dir so cool ist, wenn ich...

00:15:25: Was für ein Erfahrungshorizont daraus spricht, dass man schlecht behandelt wird automatisch hinterher.

00:15:33: Ich glaube, wir haben das von Anfang an anders aufgesetzt, dass wir immer anders miteinander geredet haben und irgendwie auch klar war, ich besitze dich halt nicht.

00:15:41: Also, wenn das irgendwann mal eine andere Form geht, dann ist das halt so, aber wichtig ist, dass wir in irgendeiner Form verbunden bleiben.

00:15:47: Ja, es

00:15:47: ist gut, dass es umgekehrt so ist.

00:15:49: Ich besitze dich.

00:15:50: Dadurch läuft das weiter.

00:15:53: Es waren wirklich viele, die dann mir geschrieben haben, gesagt haben, okay, wie habt ihr das hingekriegt?

00:15:57: und vor allen Dingen, dass ich So bin.

00:16:00: Das stellen gar nicht so viele in Frage, sondern viele haben halt so gesagt, meistens ist der Typ in der Beziehung für sie so schwierig.

00:16:07: Ja.

00:16:07: Und ich glaube gar nicht, dass das so schlechterabhängig ist.

00:16:10: Ich glaube, das ist eher eine Charaktersache.

00:16:12: Vielleicht ist es insofern eine geschlechter spezifische Sache, als es dabei auch um Regulationen von Gefühlen geht.

00:16:21: Selbstregulation und Korregulation.

00:16:23: Und das kriege ich schon sehr deutlich mit.

00:16:26: Da gibt es eine statistische Tendenz.

00:16:28: dass Männer das nicht so gut mitbekommen von klein auf.

00:16:32: Nicht so gut lernen.

00:16:33: Also wir können das Scheißproblem wahrscheinlich nicht lösen, aber... Ich geb der ganzen Sache Zeit.

00:16:38: Ich mach mir da auch nicht so Druck, wenn jetzt eine Person sagt, ich kann das grad nicht mehr hören.

00:16:43: Oder wenn andere Leute schreiben, ich hab letzte Woche mal aus dem Kommentar bekommen, was ihr seid getrennt, unfollow.

00:16:48: Und dann haben wir, ja, okay, ich kann das nachvollziehen.

00:16:52: Die selbe

00:16:52: Person hat auch beim Korrektiv geschrieben, was seid ihr?

00:16:56: Ich entfolge euch.

00:16:57: Schreibt eigentlich den ganzen Tag nur überall, ich entfolge.

00:17:00: Das ist das Tolle an dem Podcast-Projekt.

00:17:02: Das ist klar, dass man immer so ähnliche Muster dann überall sieht.

00:17:06: Das entspannt auch ein bisschen.

00:17:08: Muss man die ganzen Sachen nicht so persönlich nehmen.

00:17:09: Ich nehme das nicht so persönlich.

00:17:11: Alles braucht seine Zeit.

00:17:13: Stimme ich dir voll zu.

00:17:14: Zeit ist wichtig.

00:17:15: Und je komplexer es ist, desto mehr Ambiguitätstoleranz ist wichtig.

00:17:19: Und darüber reden wir jetzt im Thema.

00:17:20: Das

00:17:21: ist mir ein Bedürfnis.

00:17:22: Ja,

00:17:22: das Thema.

00:17:26: So, was willst du sagen?

00:17:27: Du

00:17:27: hast doch vorhin schon Kai Wegner erwähnt.

00:17:30: Und ich war schon drauf und dran, eine PR-Beratung mit ihm zu machen, weil er eben mitten im Blackout an Tag eins erst mal Tennis spielen gegangen ist.

00:17:39: Fünf Stunden nachdem er es erfahren hat.

00:17:41: Und ich habe es nicht gemacht, vielleicht noch nicht gemacht, aber irgendwann ist er auf der Zug abgefahren, dann ist so ein Thema auch schon wieder vorbei, weil ich die Diskussion darüber verfolgt habe.

00:17:51: Und es ist genau wie das, worüber wir jetzt schon die ganze Zeit in dieser Episode reden.

00:17:55: Diese vielen Stimmen, die in alle Richtungen zerren.

00:17:57: Ich kriege auch sehr viele Stimmen mit, die halt Verständnis dafür haben.

00:18:00: Und denken wir dann so, ja, okay, wenn ich da jetzt eine PR-Beratung dazu mache, dann wenden die sich gegen mich.

00:18:06: Boah, Matthias, kannst du denen denn nicht in Ruhe Tennis spielen lassen?

00:18:09: Ich tende ja auch eher dazu, der soll mal lieber nicht Tennis spielen.

00:18:13: Ja,

00:18:13: ja.

00:18:14: Du hast mich auch darin bekräftigt.

00:18:15: Ich habe dir geschrieben, PR-Beratung und du so, ja, ja.

00:18:19: Pass auf.

00:18:20: Ich habe auch vorhin gesagt, ich mache mich ein bisschen über mich selber lustig mit meinem Bedürfnis nach Ambiguitätstoleranz.

00:18:26: Stell dir mal vor, ich bekäme mein Bedürfnis erfüllt.

00:18:29: Stell dir mal vor, die Diskussionen online würden so verlaufen.

00:18:32: Die ersten Stimmen regen sich auf.

00:18:34: Unverschämtheit, Bürgermeister geht mitten im Blackout erst mal Tennis spielen, um den Kopf frei zu kriegen, wie er sagt.

00:18:41: Ganz miese Leistung.

00:18:42: Das war meintig auch.

00:18:43: Ich habe gedacht, das ist der Bürgermeister.

00:18:46: Am Tag der Krise, fünf Stunden später.

00:18:49: den Kopf frei bekommen zu müssen.

00:18:51: Das hat zwei Aussagen für mich.

00:18:53: Ja.

00:18:54: Die erste, was sind mit den Leuten, die keinen Strom mehr haben bei minus neun Grad?

00:18:58: Müssen die nicht den Kopf erst mal frei bekommen?

00:19:00: Ja, ich meine, die hätten ja auch mit Tennis spielen gehen können.

00:19:03: Die hatten ja jetzt Zeit.

00:19:06: Ey, das ist richtig, also das fand ich schon mal... Eine Ich-Aussage, ich muss erstmal...

00:19:11: Das Interview, das ich durchgearbeitet habe, indem er dazu spricht, da sagt er dann auch, ja, wenn ich statt Tennis zu spielen in die betroffenen Gebiete gefahren wäre, wäre es für mich vielleicht besser gewesen.

00:19:21: Sehr ich zentriert in der Kommunikation.

00:19:24: Ja, und dann das zweite, was es mir sagt, wenn jemand nach fünf Stunden Krisenmodus direkt schon in den Kopf frei bekommen muss, dann weiß ich nicht, ob die Person richtig für solche Aufgaben ist.

00:19:34: Jetzt gab es aber viele Gegenpositionen.

00:19:36: Und

00:19:36: das ist genau, jetzt stellen wir mal vor, dass wäre alles fein weiterverlaufen.

00:19:40: Die zweiten Stimmen hätten sich gemeldet und gesagt, ein körperlicher Ausgleich, auch fünf Stunden nachdem eine Katastrophe beginnt, wenn du unter Druck, unter hohem Stress bist, viel Verantwortung trägst, das ist wichtig, das ist gut.

00:19:53: Und was hätte er denn machen sollen?

00:19:54: Vor Ort hätte das irgendwie ihm geholfen.

00:19:56: Das sagt er selber auch, dass er da nicht hätte telefonieren können, weil die Sendemasten, also Netz war kaputt im Zuge des Blackouts, lauter Gegenargumente.

00:20:05: Und jetzt stell dir vor, die ersten, die sich aufgeregt haben, würden sagen, ja, habt ihr gute Punkte, aber kommunikativ war es trotzdem sehr, sehr ungeschickt.

00:20:15: Die zweiten hätten darauf wieder geantwortet, habt ihr auch einen Punkt.

00:20:18: Das stimmt.

00:20:19: Lassen wir doch beide Wahrheiten nebeneinander stehen und freuen uns, dass wir uns alle einig sind, dass körperlicher Ausgleich tatsächlich ein wichtiges Bedürfnis ist, den man nachgehen muss und dass aber geschickte Kommunikation verdammt wichtig ist, besonders in der Krise.

00:20:35: Alle reichen sich die Hände und finden das Kuh, finden das klasse, aus welchen Richtungen sie kommen.

00:20:42: Ich finde mich gerade, wenn ich das so beschreibe, als wäre das mein Wunschszenario selbst lächerlich.

00:20:48: Was hätte ich denn jetzt davon?

00:20:49: Was wäre denn mein Vorteil davon?

00:20:51: Ey, das ist voll schlau, was du grad sagst, weil ich merke gerade, dass ich mich darüber aufgeregt habe, ne?

00:20:57: Ich hatte ein ganz anderes Ziel als du.

00:20:59: Ich wollte gar nicht, dass es eine gute Diskussion war.

00:21:01: Was

00:21:01: war dein Bedürfnis?

00:21:02: Wow, ich möchte eine Sicherheit bekommen.

00:21:07: Und die Sicherheit soll auch kommunikativ ausgestrahlt werden.

00:21:11: Mein Bedürfnis ist ein Wir-Gefühl.

00:21:13: Und mein Bedürfnis ist, dass jemand, der in einer Position ist, wie jetzt der Bürgermeister, wenn da eine Krisensituation ist, das der noch nicht mal an Tennis spielen gehen, denken kann, weil er sagt, das ist meine Stadt.

00:21:24: Das sind meine Leute.

00:21:26: Die haben hier Stromausfall.

00:21:27: Ich werde alles dafür tun, auch kommunikativ, dass das jetzt hier vorangeht.

00:21:31: Also dein Bedürfnis richtet sich in erster Linie an ihn.

00:21:34: Ja, weil er sichtbar ist.

00:21:36: Und ich finde es so schade, dass die Leute, die das in Wirklichkeit ausstrahlen und wirklich leben, die sind ja gar nicht sichtbar.

00:21:44: Und das waren die Feuerwehrleute.

00:21:46: Das war die Polizei.

00:21:48: Das waren die, die halt diese ganzen Krisensachen da gemanagt haben.

00:21:50: Technische

00:21:50: Hilfswerke und so weiter.

00:21:51: Die

00:21:51: Nachbarschaft.

00:21:52: Da gab es halt schöne Geschichten darüber zu lesen.

00:21:55: Aber dass diese Leute, die leben das richtig, die haben diesen Wert.

00:22:01: Die sagen dann halt nicht, ich gehe jetzt erst mal kurz Tennis spielen.

00:22:04: Und du sagst, Teil seiner Verantwortung wäre eben Ausstrahlung, so nennst du es.

00:22:08: Dass er vorlebt, vormacht.

00:22:10: Eine Symbolpolitik?

00:22:12: Nein, das geht bei dir weiter.

00:22:13: Es ist mehr als nur das Symbol.

00:22:14: Ich

00:22:14: will, dass der das wirklich lebt.

00:22:16: Eine

00:22:16: Haltung vorleben.

00:22:17: Ansonsten habe ich mich gefragt, warum haben wir denn?

00:22:19: Also, weil viele haben ja auch so als Gegenargument gebracht, ja, was soll der denn machen?

00:22:22: Ja, ja, genau.

00:22:23: Und dann habe ich mir gedacht, okay, wozu haben wir Bürgermeister?

00:22:25: Also, das ist so, bin halt so eine Notsituation.

00:22:27: Das, wozu haben wir den dann dann?

00:22:29: Und dann habe ich gedacht, okay, wir hat Chatchi-Bitzi vielleicht.

00:22:32: Ja, natürlich.

00:22:34: Chechi Petit hätte in der Situation gesagt, oha, ja, das klingt nach einem echten Problem.

00:22:38: Stellen wir uns mal vor, du hättest wirklich einen Blackout.

00:22:41: Das Wichtigste wäre, keine Panik zu bekommen.

00:22:44: Wenn noch irgendwas ist, frag mich einfach, ich bin hier.

00:22:47: Ja, so ungefähr.

00:22:48: Gut, Kai Wigner hat das ja nie auch auf Laut gehabt, weil der Telesk spielt.

00:22:52: Ja.

00:22:52: Ich glaube, mein Ziel ist dann einfach, ich glaube, ich finde es gut, wenn jemand was repräsentiert im Sinne von, ich bin wirklich da und das lebt.

00:23:01: Und ich glaube, dass den Leuten, ich glaube, Ärzten und Menschen, die bei der Polizei arbeiten oder bei der Feuerwehr arbeiten, da geht es oft um mehr.

00:23:09: Die machen ja nicht nur den Job, weil die da jetzt Geld verdienen oder verbeamtet werden oder keine Ahnung was.

00:23:14: Ich habe ja auch einen Arzt von mir, der hat mich sonntags mal angerufen.

00:23:17: Der hätte mich niemals sonntags anrufen müssen.

00:23:18: Der hätte da Tennis spielen gehen können.

00:23:20: Aber da war die Kacke am Dampfen.

00:23:22: Und deswegen hat der angerufen und der war da.

00:23:24: Und das hat geholfen.

00:23:25: Das hat geholfen.

00:23:26: Ich bin auch von mir aus gegangen.

00:23:28: Ich habe meine regelmäßigen Bedminton-Termine einmal die Woche.

00:23:31: Und ich habe die schon aus Gründen abgesagt, die nicht leckert hießen.

00:23:37: Also ich glaube auch, wenn ich den Maßstab anlege, hätte ich an seiner Stelle Tennis gespielt.

00:23:41: Wahrscheinlich nicht.

00:23:42: Aber weißt du, warum ich über mich selber lache, wenn ich mir so bewusst mache, mein vermeintliches Bedürfnis nach Ambiguitätstoleranz, nach einer harmonischen, konstruktiven Diskussion unter uns allen.

00:23:54: Darüber, dass mich das nirgends wohin führt, wenn das erfüllt würde.

00:23:57: Das ist ein falsches...

00:23:58: Zumindest bei dem Thema gerade.

00:24:00: Ja.

00:24:00: Aber

00:24:00: wenn ich es durchspiele, merke ich, ne, das befriedigt mich gar nicht.

00:24:03: Das ist super.

00:24:04: Wenn man sich überlegt, ich trete jetzt eine Diskussion bei, dass ich mir schon vorher überlege, okay, was... Und was geht es mir?

00:24:10: Was ist da mein Bedürfnis?

00:24:11: Was

00:24:11: will ich eigentlich genau?

00:24:12: Richtig, nicht was will ich erreichen, sondern was brauche ich?

00:24:16: Das liegt nämlich viel tiefer und das machen wir uns gar nicht so bewusst.

00:24:19: Wir sind meistens sofort mit einem Bewusstsein und mit Worten dabei zu sagen, was wir wollen, was wir erwarten, was wir uns wünschen.

00:24:27: Aber was wir brauchen, machen wir uns weniger bewusst.

00:24:29: Das liegt viel, viel tiefer.

00:24:31: Ich glaube, ich erkenne gerade bei mir so ein Muster, was das momentan ist, warum ich auch ganz viele Kommentare in so eine Richtung, wenn wir zu zweit nicht im Podcast reden.

00:24:38: Ich glaube, es ist dieses, ich möchte endlich wieder Vertrauen und Sicherheit spüren.

00:24:44: Ja.

00:24:44: Deswegen finde ich das dann so schwierig, wenn dann von vielen Creators, zum Beispiel gegenüber unseren Behörden und Sicherheitsleuten, wenn da so Dauerempörung und Dauer, den kann man allen nicht vertrauen.

00:24:55: Weißt du, wenn es so pauschal Aussagen sind und wenn alles zusammenbricht?

00:25:00: Aber guck mal, was wir über die gesagt haben.

00:25:02: Die nehmen dir, wenn sie so über die Behörden reden, deine Sicherheit und dein Vertrauen, deine Gewissheit weg und setzen dagegen aber ihre eigene Gewissheit.

00:25:13: Ich weiß, wie es wirklich war.

00:25:14: Ich weiß, dass diese Version nicht stimmen kann.

00:25:17: Das heißt, ihr habt eigentlich dasselbe Bedürfnis nach Sicherheit, nach Gewissheit.

00:25:21: Wir haben auch eine Sprachnachricht bekommen, gar nicht jetzt speziell zu diesem Thema.

00:25:26: Aber das passt gerade sehr gut rein, weil das ist ein Feedback zu zwei älteren Folgen von uns.

00:25:30: Hallo ihr zwei.

00:25:32: Ja, ich habe euch in den letzten beiden Podcast-Folgen angehört und ich habe mich sehr mit ihr das verbunden gefühlt.

00:25:39: Ihr so Merzausdage und mit denen gebrauchene irgendwie Vertrauen

00:25:45: und Verbundenheit.

00:25:46: Das heißt ja nicht, dass man alles gut finden muss.

00:25:49: Ich habe auch so eine ganz große Seelen, so nach Ruhe und Frieden.

00:25:54: Ich glaube, dass diese ganzen Menschen, die eher progressiv sind, gerade echt müde sind von diesen ganzen schlechten Nachrichten, von dieser ganzen Ausregung.

00:26:05: Ich glaube, dass das zu einem Großteil auch vulnerablen Menschen sind, die irgendwie im sozialen Bereich arbeiten, die einfach nicht so laut sind und nicht so aggressiv sind und sich jetzt eher zurückziehen aus den sozialen Medien und leiser werden.

00:26:27: Und ich glaube, sie müssen uns erst mal auch wieder verbinden, um ein viel lauter werden zu können, uns zur Wehr zu setzen.

00:26:35: Und da mag ich ihres Gedanken total zum Glück.

00:26:39: Gibt es ja noch richtig viele Dinge, über die man sich auch freuen kann.

00:26:43: Man muss vielleicht das ein oder andere gerade auch ein bisschen... aushalten und wegschieben und erst mal für Verbindung sagen.

00:26:51: Ich finde, was sie sagt in der Nachricht, hat auch damit zu tun, was eigentlich auch dein Bedürfnis ist mit der Ambiguitätstoleranz.

00:26:59: Du willst, dass wir miteinander verbunden sind, alle.

00:27:01: Ja,

00:27:01: aber jetzt habe ich mich ja schon über mich selber lustig gemacht und mir selber eingeredet, wenn ich das Bedürfnis erfüllt bekomme.

00:27:08: Das hätte mir gar nichts gebracht.

00:27:10: Ja, das ist ja nicht so, dass unser Bedürfnis immer schlau ist.

00:27:14: Ich sage ja auch, ich z.B.

00:27:16: bei mir hat es immer den Nachteil, manchmal lass ich viel zu viel durchgehen, weil ich gerne die Verbindung unter uns allen möchte.

00:27:23: und denkt dann, das ist doch okay, was die Person gesagt hat oder das ist doch okay, was XY macht.

00:27:28: Meinst du, ich mach mich so unrechtlostig über mich?

00:27:31: Eigentlich ist es doch ein gutes Bedürfnis.

00:27:32: Vielleicht, ja.

00:27:33: Vielleicht

00:27:34: habe ich nur deshalb so sehr darüber gelacht, weil das so ein absurder und ungewohnter, unglaubwürdiger Dialog wäre, dass alle Verständnis füreinander haben.

00:27:42: Vielleicht ist das das eigentlich Witzige daran, dass mein Kopf mir dann einen Dialog anbietet, den es einfach nirgends jemals gibt.

00:27:49: Glaubst du, das ist es?

00:27:50: Muss ich das revidieren?

00:27:51: Nicht ich bin lächerlich, sondern einfach nur mein Anspruch an die Realität ist so grotesk.

00:27:57: Ich glaube, man kommt da schon hin, wenn man zum Beispiel diese Kommentare online, wenn man drauf schaut mit dem Blick, was ist denn das Bedürfnis der einzelnen Personen?

00:28:08: Ja.

00:28:08: Und dann lese ich ja so einen Kommentar, dann plötzlich völlig anders.

00:28:11: Ja, ja, ja, ja.

00:28:12: Das ist wirklich ein Schlüssel, der hilft.

00:28:14: Total.

00:28:15: Ich habe ja gesehen, dass ich mit meiner Meinung da Bezüglichkeit wegne.

00:28:18: Ich war in der absoluten Minderheit, weil die meisten Leute haben wirklich geschrieben, ey, das ist okay, dass der Sport treibt und ich will auch meinen Sport treiben und so weiter.

00:28:26: Und ich habe dann auch liebevoll drauf geschaut und habe mir gedacht, okay, die anderen haben mit ihrer Meinung auch wirklich einen Punkt.

00:28:32: Und wir haben da alle ein ähnliches Bedürfnis, Ruhe, dass wir alle ein bisschen mehr ruhen.

00:28:37: Die Leute, die das kommentiert haben, die hatten einfach die Schnauze voll, dass die nächste Sau durchs Dorf gejagt wird.

00:28:44: Ich habe das auch in mir eine totale Unlust.

00:28:47: Ich glaube, deswegen habe ich letztlich auch keinen PR-Berater dazu gemacht, eine Unlust die nächste Sau durchs Dorf zu jagen.

00:28:54: Das ist der Grund, warum es den PR-Berater momentan nicht mehr gibt.

00:28:57: Ja.

00:28:58: Dabei hat er das ja eigentlich, also dieses Format war ja eh nie dazu gedacht.

00:29:02: Es war ja eigentlich immer schon dazu gedacht, mehr Zwischentöne bei den Skandalthemen zu finden.

00:29:09: Aber irgendwie geht das weg?

00:29:11: Ja, das kann man eigentlich so beobachten.

00:29:13: Also es wäre, wenn du das Format jetzt weitergemacht hättest, du wirst enorm unter, dass du es ab und zu machst, das ist kein Problem.

00:29:19: Aber steu dir vor, du hättest es in der Regelmäßigkeit weitergemacht, ne?

00:29:22: Ey, du hättest so Druck bekommen.

00:29:23: Aber

00:29:23: ich verstehe einfach auch diejenigen... die da total dagegen halten.

00:29:28: Manchmal bin ich auch wirklich sehr in deren Lager.

00:29:30: Ich habe auch ein Artikel von Aion, kommt in die Show Notes.

00:29:34: Da geht es darum, dass das Wort Hoffnung, das ist nämlich auch ein Bedürfnis.

00:29:37: Das ist wirklich ein ganz großes gesellschaftliches Bedürfnis danach, dass die Politik uns Hoffnung gibt.

00:29:44: Eine Hoffnung, eine Aussicht.

00:29:45: darauf, dass es insgesamt besser wird, dass es gerechter wird oder so.

00:29:49: Zuversicht.

00:29:50: Ja, ja, aber allein, wie du es sagst, das bringt es auf den Punkt, wie du es sagst, darum geht es in dem Artikel, dass das Wort, in dem Fall Hoffnung, immer mehr verspottet wurde.

00:30:01: In den Nuller bis Szenarjahren noch oft benutzt wurde, auch was du oft zitierst, die Obama-Kampagne damals, Yes We Can, ganz klare Hoffnungs- und Zuversichtskampagne.

00:30:10: und mittlerweile Ist das allgemeine Vertrauen in Hoffnungsrhetorik in der Politik?

00:30:16: Ja, ich würde sagen gestorben.

00:30:17: Es ist total eine Ausnahme.

00:30:19: Mamdani zum Beispiel, der hat es noch mal geschafft, das wiederzubeleben.

00:30:22: Und deswegen dann auch so einen riesen Erfolg, weil er das authentisch verkörpert.

00:30:26: Und da verstehe ich dich, warum dein Anspruch an Wegner ist, dass er das wirklich leben soll.

00:30:31: Denn Mamdani lebt es offensichtlich wirklich.

00:30:33: Man sieht das, dass das Authentizität durch und durch versprüht.

00:30:38: Merkst du, was der mit der Körpersprache macht, der Mamdani?

00:30:42: Ich kann sie als authentisch beschreiben.

00:30:43: Sie ist konkurrent mit seinen Worten.

00:30:45: Beobachte

00:30:46: das mal genau, der lächelt immer.

00:30:47: Nicht zu viel, der ist nicht cheesy.

00:30:50: Das wird ihm teilweise von Gegnern vorgeworfen, dass sein Lächeln so extrem ist.

00:30:54: Das

00:30:55: macht er

00:30:55: manchmal.

00:30:56: Aber meistens so, selbst wenn er einfach nur spricht, hat er einen Lächeln drauf.

00:31:01: Man kann ja die Gesichtsmuskulatur so anspannen, dass das authentisch wirkt.

00:31:06: Ja.

00:31:07: Und Kai Wegner.

00:31:08: Sollte

00:31:08: mehr lächeln?

00:31:09: Ja, das war wirklich von der Körpersprache.

00:31:12: Das war zu gestresst.

00:31:13: Guck mal, Boris Pistorius, der macht das richtig gut.

00:31:16: Der weiß genau, was der mit seinem Gesicht auch anstellen muss.

00:31:19: In seinem Gesicht ist immer Entschlossenheit, ganz viel Respekt.

00:31:23: Ja.

00:31:23: Und auch so eine... Wir packen das an.

00:31:26: Es kommt halt von innen, Iris.

00:31:27: Es ist eine Haltung.

00:31:28: Glaubst du, man kann das von außen herstellen?

00:31:31: Ich glaube, man muss das von außen mit unterstützen.

00:31:34: Ich glaube... nicht, dass das einfach immer nur alles von innen ist, sondern man kann sowas auch in einer gewissen Form trainieren.

00:31:41: Es gab mal vor ein paar Jahren, weißt nicht, ob du das mitbekommen hast und ich erinnere es, eine Landsfolge, meine ich, in der Jürgen-Tritin saß und darauf angesprochen wurde, dass er immer so herablassend grinst, wenn er zuhört.

00:31:54: Daraufhin hat er gesagt, oh, Echt?

00:31:55: Das ist mir gar nicht aufgefallen.

00:31:56: Eigentlich sollte das ein offenes, freundliches, zugewandtes Lächeln sein, dass ich mich beherrsche, dass ich empathisch zuhöre.

00:32:05: Und seitdem macht das nicht mehr.

00:32:06: Er hat nach dieser einen konkreten öffentlichen Kritik in einer Sendung

00:32:10: abgelegt.

00:32:11: Ich verstehe das komplett.

00:32:12: Wir hatten das doch bei uns nach der Show.

00:32:15: Da kam eine und die hat gemeint, boah, Iris, dein Problem auf der Bühne ist ja echt.

00:32:18: Man sieht dir so an, dass du denkst.

00:32:20: Und in dem Moment, ich weiß genau, welchen Moment sie auf der Bühne gemeint hat, weil ich hab mir die ganze Zeit gesagt, okay, Matthias redet gerade, ich muss lächeln.

00:32:29: Und dann hab ich wirklich, ja, ich hab wirklich, während du irgendwas auf der Bühne erzählt hast, hab ich mir gedacht, okay, die Leute sehen ja auch dich, okay, lächel.

00:32:37: Dann hab ich gelächelt und hab gedacht, ach komm, ich lass die ganz so scheißen.

00:32:40: Das ist so... Aber es ist tatsächlich auch gut, sich mit diesem ganzen Thema mehr zu beschäftigen, wie wirkt man selbst.

00:32:51: Und was versucht man zu verstecken und wie kann man... Du hast schon recht, ich glaube, das kommt von innen heraus und man muss diese Dinge wirklich leben.

00:32:57: Natürlich, das kannst du nicht einfach in einen Schalter umlegen.

00:33:00: Wir können jetzt hier nicht einen Tipp geben und sagen, es liegt am Lächeln und danach ist alles dann geregelt.

00:33:05: Die Frage ist ja, wie komme ich da drauf, was meine eigenen Bedürfnisse sind?

00:33:09: Ja,

00:33:10: richtig!

00:33:10: Das wäre wirklich mein Kompass für die Folge heute auch, denn darauf muss man erstmal kommen, wenn man das entdeckt, das hilft einem beim Finden einer ehrlichen, authentischen Haltung.

00:33:19: Ich spiele meine Sprachen echt an.

00:33:21: Hallo Iris, Hallo Matthias.

00:33:22: Bezüglich Couple of Needs fällt mir in meiner Arbeit als Psychotherapeutin immer wieder auf, wie wenig wir über unsere Grundbedürfnisse eigentlich Bescheid wissen.

00:33:30: Und das, obwohl unsere Emotionen ja eigentlich genau dazu da sind, uns Informationen darüber zu liefern, wie es gerade um unsere Bedürfnisse steht.

00:33:38: Also statt dem Ganzen auf den Grund zu gehen sehe ich dann immer häufiger, dass negativ erlebte Emotionen vermieden oder weggeatmet oder unterdrückt werden.

00:33:47: Dabei zeigt uns zum Beispiel die Angst, dass unser Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt ist oder Wut, dass unsere Grenzen missachtet und unser Bedürfnis nach Autonomie nicht erfüllt ist.

00:33:57: Erst wenn man dem Ganzen auf dem Grund geht und den Grund für die unangenehme Emotion kennt, kann man das Bedürfnis dahinter erfüllen.

00:34:05: Also zum Beispiel Kontrolle, Sicherheit oder Selbstwertsteigerung.

00:34:09: Dann muss die Emotion nicht immer wieder anklopfen und weggedrückt werden, sondern kann tatsächlich alleine abäppen.

00:34:14: Das ist so gut.

00:34:15: Ich finde, man kann das nicht konkret genug begreifen und dann auch in die Tat umsetzen, was sie da beschreibt.

00:34:21: Das darf auf gar keinen Fall was Allgemeines bleiben.

00:34:24: So Bedürfnisse klingt ja dann schon manchmal nach Theorie und nach mal hinfühlen und so.

00:34:31: Es ist wirklich ein ganz klarer konkreter Schlüssel.

00:34:35: Ich bin auch auf die Idee gekommen, die letzte Folge vorzuschlagen, dass wir über nichts sprechen, weil ich ein Video gesehen habe, aus dem ich richtig schlau wurde, wo ich wirklich dachte, okay, das lässt sich ganz handfest die ganze Zeit anwenden.

00:34:48: Okay, um was ging es?

00:34:50: Es gibt diesen ex CIA-Typen, Den habe ich jetzt schon in mehreren Formaten gesehen, der geht in Podcasts und erzählt über seine Arbeit und über sein Verständnis von eben unseren Themen Psychologie, Manipulation, der macht Hypnose und so weiter.

00:35:03: Der wird gefragt, wie kann man... Das

00:35:04: stimmt, es ist auch nur so ein Hochstabler wie Gerd Postel.

00:35:07: Ja, das denke ich mir sogar auch bei dem manchmal.

00:35:09: Aber es ist ja auch das Gute bei solchen Figuren, egal ob sie Hochstabler sind oder nicht, sie geben manchmal wirklich aufschlussreiche und wichtige Dinge von sich.

00:35:17: Gerd Postel sogar auch.

00:35:18: wie der von seiner Erkenntnis spricht, von der Angst vorm Knast und was er dann festgestellt hat.

00:35:23: Das Leben findet so ein hundert Prozent im Kopf statt.

00:35:26: Das ist eine gute Erkenntnis.

00:35:27: Das ist was.

00:35:29: Stimmt.

00:35:30: Bei dem war es jetzt so, dass er die Frage gestellt bekommen hat, wie kann man einen Menschen in kürzester Zeit verunsichern oder die größte Unsicherheit von jemandem erkennen?

00:35:41: Und seine Antwort darauf fand ich richtig gut, er hat gesagt.

00:35:43: Ein Ansatz ist, ein soziales Bedürfnis beim anderen zu identifizieren, das ganz leicht erkennbar wird, wenn man jemandem gut zuhört, wie er redet.

00:35:53: Und das ist eins von sechs Bedürfnissen, soziale Bedürfnisse, wie man gesehen werden will von den anderen.

00:35:59: Und er sagt, in der Regel ist das, was da so vorherrscht, das ist etwas, wovon du als Kind zu wenig bekommen hast.

00:36:05: Und deswegen hast du es heute als starkes Bedürfnis.

00:36:08: Ich will so und so gesehen werden.

00:36:10: Und hat er das kategorisiert?

00:36:11: Ja.

00:36:12: Stell dir vor, du kennst mich nicht und du erzählst mir grob, was du so machst.

00:36:16: Am liebsten beruflich.

00:36:17: Weil so baut er es auch auf und daraus kann man vielleicht schön ablesen, was dein hauptsächliches soziales Bedürfnis ist, wie du gerne gesehen wirst.

00:36:23: Was machst du beruflich?

00:36:25: Boah, die ist das.

00:36:28: Wenn du da einen Punkt machst.

00:36:30: Das war hier wirklich raus.

00:36:32: Ich habe keine Ahnung, wie ich Leuten erzählen soll, was ich beruflich mache.

00:36:36: Ja, erzähl mal einfach wirklich grob.

00:36:38: Und vor allem stell dir vor, wir kennen uns wirklich nicht und du willst mich jetzt nicht verprellen durch so eine Wortkarte Antwort.

00:36:43: Die ist das.

00:36:43: Wir sind uns sympathisch um zu erzählen was aus deinem Leben.

00:36:46: Ich beschäftige mich viel mit Manipulation und Kommunikation.

00:36:50: Und da mache ich diverse Dinge.

00:36:52: Ich habe Bücher dazu geschrieben.

00:36:54: Ich habe einen Podcast.

00:36:55: Ich gehe auf Tour und ich mache das alles zusammen mit meinem Ex-Partner.

00:36:59: Ja,

00:36:59: und dann so Werbung und so ein Kram.

00:37:01: Also es sind tatsächlich sehr viele Dinge, die ich gleichzeitig mache.

00:37:04: So, wenn ihr das für euch durchgeht und ihr würdet diese Frage beantworten und aus eurem Leben erzählen, macht ruhig mal Pause und formuliert mal für euch so ein bisschen rum.

00:37:12: Ihr könnt auch, wenn ihr alleine seid, laut reden, selbst Gespräche führen.

00:37:15: Wie redet ihr so?

00:37:17: Manche von euch werden dabei vielleicht sehr viel im Wir reden.

00:37:20: Wir bei uns auf der Arbeit.

00:37:22: Ich habe ein ganz tolles Team.

00:37:24: Wir arbeiten alle super zusammen.

00:37:25: Wir funktionieren gut.

00:37:27: Sehr starker Wir-Fokus.

00:37:28: dass das soziale Bedürfnis Akzeptanz, wie man gerne gesehen werden will, dass man akzeptiert wird von den anderen Menschen, dass man dazugehört.

00:37:37: Ach, spannend!

00:37:39: Manche von euch werden, wenn sie davon erzählen, stark betonen, was für Herausforderungen sie haben und dass sie manchmal unsicher sind, ob sie denen gewachsen sind.

00:37:47: Also alle von euch, die schnell von Impostor-Syndrom erzählen.

00:37:51: Ich bin da in einer Position, wo ich oft selber nicht sicher bin, ob ich das überhaupt kann.

00:37:57: Bei denen ist das grundlegende soziale Bedürfnis Bestätigung.

00:38:01: Spannend.

00:38:03: Macht Sinn.

00:38:03: Und dann willst du, gerade von Leuten, die dich schon gut kennen, oft hören, natürlich kannst du das, du hast es bisher gut gekonnt, natürlich bist du gut genug dafür, dass ist das, was du dann brauchst.

00:38:14: Wieder andere betonen, wie sehr sie von anderen gebraucht werden, dass sie oft gefragt werden, dass sie, auch wenn sie schon gar nicht mehr an diesem Arbeitsplatz arbeiten, trotzdem noch angerufen werden, um Rat gebeten werden.

00:38:25: Das ist das Bedürfnis Bedeutung.

00:38:26: Ich werde von anderen Menschen wirklich gebraucht.

00:38:29: Und so willst du gesehen werden.

00:38:30: Das stelle ich mir bei einer ersten Begegnung so lustig vor.

00:38:35: Also mich rufen ja meine Exkluen immer noch an.

00:38:40: Ja, alle Bedürfnisse haben eine berechtigte und natürliche Seite und eine Schattenseite, dass es in eine extreme Richtung kippt und man sich denkt, uff, das ist aber unangenehm.

00:38:50: Es ist aber

00:38:50: auch manipulativ.

00:38:51: Es gibt doch immer so Makler oder irgendwelche Leute, die dir was antreten wollen, sagen, ah.

00:38:56: Alle, alle fragen mich danach.

00:38:57: Ja, natürlich.

00:38:59: Ja.

00:38:59: Dann gibt es das Bedürfnis, als intelligent gesehen zu werden.

00:39:03: Und ich finde, in dem Bereich warst du vorhin mit deiner Antwort.

00:39:06: Was?

00:39:07: Ich

00:39:07: glaube nicht.

00:39:07: Nein, nein,

00:39:08: nein.

00:39:08: Du hast ja die Schattenseite davon nicht gehabt.

00:39:09: Du hast nicht angegeben.

00:39:11: Aber du hast die Vielseitigkeit deiner Projekte benannt und dabei Kommunikation, Manipulation genannt.

00:39:16: Ich weiß, warum ich so.

00:39:17: Warum?

00:39:18: Ich will die irritieren, die Leute.

00:39:20: Das macht Spaß.

00:39:21: Das ist dann cool.

00:39:22: Guck mal, wenn ich jemanden neu kennenlernen und ich sage, ich beschäftige mich mit Manipulation.

00:39:25: Ja.

00:39:27: Das ist schwierig für viele.

00:39:30: Die sind dann sofort erstmal, die gehen so einen Schritt zurück.

00:39:33: Also es ist ein Kalkül, dass du davon sprichst.

00:39:35: Ja, und dann Kommunikation, dann denke ich mir, okay, jetzt geben

00:39:38: wir sich Mühe.

00:39:38: Und

00:39:39: das ist halt witzig.

00:39:40: Also für mich ist das einfach

00:39:42: ein Spielchen.

00:39:43: Ja.

00:39:43: Aber dann bist du damit beschäftigt, was du willst.

00:39:45: Und das ist was anderes als das, was du brauchst.

00:39:48: Ja.

00:39:48: Denn

00:39:48: das machst du dir ja dabei nicht unbedingt bewusst.

00:39:52: Und es kann beides wahr sein.

00:39:53: Es kann wahr sein, dass du das willst, ein bisschen irritieren, ein bisschen spielen.

00:39:58: Aber trotzdem auch wahr ist, dass du gerne als intelligent gesehen werden willst.

00:40:03: Weil das vielleicht etwas ist, womit man dich leicht verunsichern kann und was in deiner Kindheit nicht ständig überall erfüllt wurde.

00:40:11: Hast du oft gehört, du bist dumm, du kannst das nicht?

00:40:14: Vielleicht.

00:40:15: Aber ich will gar nicht als Intelligent, soll ich dir sagen, warum ich wirklich nicht als Intelligent gesehen werde?

00:40:19: Will?

00:40:23: Du machst so gut einen Metahomor.

00:40:25: Also, um nicht als Intelligent gesehen zu werden, war diese Grammatik perfekt.

00:40:33: Erzähl mir, warum du nicht als Intelligent gesehen wirst.

00:40:36: Will.

00:40:38: Ich finde, du hast halt Namenfreiheit.

00:40:40: Ja.

00:40:41: Und wenn keiner irgendwas von dir erwartet, dann kannst du machen, was du willst.

00:40:44: Ja.

00:40:45: Und das finde ich ganz gut.

00:40:46: Das

00:40:46: ist ein Umgang damit.

00:40:47: Vielleicht auch ein bewusster Umgang damit, dass da tatsächlich eine Unsicherheit liegen könnte.

00:40:53: Also man könnte dich ja leicht damit verunsichern.

00:40:56: Ich kenne ja auch die Geschichten von dir.

00:40:57: Wir begegnen uns ja gerade nicht zum ersten Mal.

00:41:00: Ich kenne einige deine Erzählungen, in denen dich Leute verunsichern und dich ganz klein fühlen lassen.

00:41:06: Indem sie dir das Gefühl geben, du kannst nichts, du bist nichts.

00:41:08: Was willst du hier eigentlich?

00:41:11: Ich glaube, du bist nicht alleine damit, dass man dir damit ein schlechtes Gefühl geben kann.

00:41:14: Das wird uns allen so gehen.

00:41:16: Ja, ich denke auch.

00:41:17: Man will ja in irgendeiner Form dazugehören.

00:41:20: Ja,

00:41:21: genau.

00:41:21: Dass dazugehören, ist ja auch im Bereich Akzeptanz.

00:41:25: Das sind vielleicht deine beiden Hauptbedürfnisse.

00:41:27: Akzeptanz und Intelligenz.

00:41:29: Moment mal, wie hättest du dich vorgestellt?

00:41:30: Genau so.

00:41:31: Wir haben da eine ganz große Ähnlichkeit.

00:41:33: Wir haben viele, viele Unterschiede.

00:41:34: Aber man hört das daran, wie ich spreche.

00:41:37: Auch ich möchte gerne als intelligent gesehen werden und als akzeptiert.

00:41:42: Was miteinander zusammenhängt bei mir.

00:41:44: Wenn ich nur als intelligent gesehen werde, da habe ich Erfahrungen in meiner Kindheit gehabt, dass ich dafür abgelehnt werde, dass ich dann als Streber, als Angeber bezeichnet werde.

00:41:52: Deswegen ist das zweite Bedürfnis oder die zweite Unsicherheit bei mir.

00:41:55: Seht mich dadurch bitte nicht als überheblich, arrogant, besser als andere.

00:42:01: Ich habe das Bedürfnis, dass man mich trotzdem mag oder deswegen mag.

00:42:05: Ich versuche miteinander zu verbinden.

00:42:06: Die zwei übrigen Bedürfnisse, die es noch gibt, die man anhand der Sprache von was ist dein Leben, was machst du?

00:42:12: so erkennen kann, sind, dass es ganz kompliziert, Mitleid.

00:42:17: Man will ja nicht als Bemidleidenswert gesehen werden.

00:42:19: Das ist ja nicht schön.

00:42:20: Aber Menschen, die von ihrem Beruf erzählen, dass das alles ganz unerträglich ist, dass sie seit Jahren Scheißbedingungen haben.

00:42:29: dass der Chef einfach nur ein Monster ist und so.

00:42:31: Was ist da das Bedürfnis?

00:42:33: Das Bedürfnis ist, von den anderen gesagt zu bekommen, krass, wie schwer du es hast.

00:42:37: Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie es ist, du zu sein.

00:42:41: Aber ich verstehe und respektiere die Heftigkeit deiner Umstände.

00:42:44: Also geht es um Stärke, dass du als Stark wahrgenommen werden.

00:42:48: Das

00:42:48: wäre die allerletzte.

00:42:49: Nein, wer als Stark wahrgenommen werden will, der macht sich einen Aufkleber aufs Auto.

00:42:53: Ich kämpfe immer, ich bin UFC-Fan, ich habe Muskeln, guck mich an.

00:42:58: Das geht natürlich, muss nicht nur körperlich sein, kann auch Macht sein.

00:43:01: Machtunstärke ist so ein Slash.

00:43:03: Das

00:43:04: ist ganz eindeutig bei ihm das Hauptbedürfnis und auch ganz eindeutig das große Defizit in seiner Kindheit.

00:43:09: Ich glaube, wenn man das einfach nur einmal so in der Übersicht hört, egal wie anschaulich ich es jetzt versuche zu machen, das reicht noch nicht.

00:43:16: Es gibt auch noch einen Link in den Show-Notes, wenn ihr euch das mal genauer anschauen wollt und das Interview von dem Typ mir das beschreibt.

00:43:22: Für mich ist das wirklich ein Schlüssel.

00:43:24: Selbst wenn man das nur einmal gesehen hat, man kriegt ein bisschen eine andere Aufmerksamkeit darauf, wie Leute sprechen.

00:43:30: Und ich finde gut, nicht manipulativ bei mir ist es zumindest so.

00:43:33: Ich kriege nicht das Bedürfnis andere dadurch zu verunsichern, sondern ich verstehe dadurch mehr, wie unterschiedlich wir auch sind.

00:43:41: Wenn ich mit jemandem zu tun habe, der Bedürfnisse hat, die ich überhaupt nicht habe, dann hilft mir das aber so darauf zu achten.

00:43:47: Boah, ich hab jetzt ein Beispiel, ich hab an Weihnachten, ich hab da erzählt, dass ich so ein schönes Weihnachten hatte.

00:43:51: Und es lag daran, dass ich gemalt hab und mir YouTube-Videos angeschaut hab.

00:43:55: Und die YouTube-Videos, die ich mir angeschaut hab, die waren voller Krawall und so.

00:43:59: Und ich hab ein, ein Video war, das hatte mir eine Person geschickt aus der Community, dass ich mir das mal anschauen soll.

00:44:06: Und zwar, Prinz Markus war bei Ungeskriptet.

00:44:11: Oh Gott, ja, du hast es mir geschickt, ich hab's auch gesehen.

00:44:13: Ihr könnt euch alle denken, wir sind keine Prinz Marcos-Fans, aber ich würde wirklich vielen, vor allem vielen Frauen empfehlen, sich das mal anzuhören.

00:44:23: Gewappnet?

00:44:24: Ja, ich habe noch nie in meinem ganzen Leben ein Interview oder irgendwas sehen können, wo jemand aus einer Ich-Perspektive ganz frei, ohne Zensur, davon spricht, wie man Menschen manipuliert.

00:44:37: Und insbesondere Frauen.

00:44:39: Ausbeuten, missbrauchen, beherrschen, unterwerfen kann.

00:44:41: Und mit welcher Ruhe und was er gemacht hat, wie er es angestellt hat.

00:44:45: Und stolz.

00:44:46: Genau, erzählt ist total stolz.

00:44:48: Und wow, ich saß da mit wirklich mit offenen Mund.

00:44:52: Da habe ich gelernt, wir sind alle unterschiedlich, wenn man das trainieren will.

00:44:56: Weil ich glaube, sehr viele haben auch das Problem, dass sie sehr oft ihre Bedürfnisse... auf andere Menschen projizieren.

00:45:02: Ja.

00:45:03: Ich habe das Problem ganz stark.

00:45:04: Ich denke, jedes Mal das, was ich möchte, möchten ganz viele andere Menschen und es ist halt nicht so.

00:45:09: Ja.

00:45:09: Und dann habe ich mir das halt vom Prinz Markus angeguckt und eigentlich weiß was, ich würde es gerne Psychologie To Go eigentlich auch schenken, um zu sagen, bitte, gib mal eine Analyse zu diesem Ding.

00:45:19: Weil das ist so spannend, weil er sitzt da und erzählt halt, wie er die Frauen isoliert hat und was er den geben musste.

00:45:25: Er konnte die Bedürfnisse der Frauen sofort herausfiltern.

00:45:29: Er wusste sofort was braucht die Frau und wie stellt das an, dass sie dafür alles macht, was er will.

00:45:34: Willst du das auch in die Shownotes machen?

00:45:36: Ja, auf jeden Fall.

00:45:37: Das geht irgendwie drei Stunden.

00:45:38: Ich habe mir auch nicht alles angehört.

00:45:39: Aber das fand ich halt spannend, dass es wirklich Menschen gibt.

00:45:42: Die sind selenruhig dabei.

00:45:44: Bei ihm

00:45:45: ist das Bedürfnis ganz klar macht.

00:45:46: Stärke.

00:45:47: Das knüpft auch an unsere Folge über Verführung.

00:45:50: Couple of sedactions an.

00:45:52: Die allerwichtigste Grundlage, um überhaupt irgendwen zu verführen, ist zu checken, was kann denn die Person überhaupt, also was verlockt sie, was braucht sie, was will sie.

00:46:00: Wenn man dafür einen guten Sensor hat, dann kann man natürlich hervorragend verführen.

00:46:04: Und Verführung ist, würde ich behaupten, die stärkste Form der Machtausübung, die es gibt, weil die verführte Person den Eindruck hat, dass sie selber will.

00:46:14: Und was ist mächtiger, als wenn jemand das tut, was du willst und denkt, das ist das, was ich will.

00:46:19: Ja, vereinfachter gesagt, du gibst eigentlich der Person, das Gefühl, sie wird endlich gesehen.

00:46:24: Ja.

00:46:24: Und damit manipulierst du sie.

00:46:26: Das war wirklich nötig, das nochmal vereinfachten.

00:46:29: Das war schon sehr kompliziert, ja.

00:46:31: Ich hatte noch was.

00:46:33: Das war eigentlich auch eine Sprachnachricht zur letzten Folge.

00:46:36: Und zwar, da ging es doch darum, dass wir darüber gesprochen haben, wie kann man das Nervensystem runter regulieren und so.

00:46:42: Ja.

00:46:43: Das passt jetzt eigentlich auch.

00:46:44: dazu, wenn wir jetzt unsere Bedürfnisse nicht bekommen.

00:46:48: Darüber hat ja auch vorhin die Psychotherapeutin gesprochen.

00:46:51: Genau.

00:46:51: Wie können wir eigentlich auch damit umgehen, so mit negativen Gefühlen?

00:46:55: Und da hat jetzt eine Person, das fand ich richtig gut.

00:46:58: Ich spiele das mal ein, dann sage ich warum.

00:47:00: Okay.

00:47:00: Hey ihr zwei, ich finde es ja voll schön, dass ihr in der letzten Folge vorgeschlagen habt, mehr Leute zu feiern, die irgendwie eine positive Lebenseinstellung haben wie Katrin zum Beispiel.

00:47:12: Allerdings glaube ich nicht.

00:47:14: dass es wirklich eurem Nervensystem hilft, mit Misserfolgen besser umzugehen, wenn ihr andere Leute für Erfolge feiert, sondern ich denke, es hilft mehr, wenn ihr anfängt, eure Misserfolge zu feiern, damit euer Nervensystem einfach lernen kann.

00:47:32: Euer Glück ist unabhängig davon, ob ihr gerade ein Erfolg oder ein Misserfolg habt und ihr seid immer in Sicherheit.

00:47:40: Und Ich habe das tatsächlich über Wochen so gemacht, dass ich mich für Fehler und Misserfolge gefeiert habe.

00:47:47: Ich habe dann, wenn ich mich eigentlich geärgert hätte über mich, habe ich stattdessen, und das war wirklich eine tolle Überwindung am Anfang, mir Musik angestellt und fünf Minuten oder so getanzt und mich gefeiert und mir zugejubelt und mir applaudiert, mir auf die Schulter geklopft.

00:48:05: Und das hat wirklich ... wirklich was in meinem Nervensystem geändert und mich insgesamt deutlich entspannter gemacht.

00:48:14: Deswegen schlage ich dir vor, Iris, beim nächsten Mal, wenn du das Saxophon siehst, nicht zu üben, sondern dich zu feiern dafür, dass du nicht übst.

00:48:23: Und damit kommst du vielleicht wieder zu einer entspannteren Haltung, denn Dein Glück hängt einfach nicht davon ab, ob du Sachsophon spielen kannst oder nicht.

00:48:32: Ich kann das sagen, denn ich kann Sachsophon spielen.

00:48:35: Und es macht Spaß, aber mein Lebensglück hängt nicht davon ab.

00:48:38: Macht's gut.

00:48:39: Ich hätte vergessen, dich nach einem Sachsophon zu fragen.

00:48:42: Ja.

00:48:43: Aber es wird mir auch gleichzeitig den Wind aus den Segeln genommen.

00:48:46: Sag

00:48:46: mal so, ich hab's rund zu feiern.

00:48:51: Ich find nicht gut.

00:48:52: Ich find das brillant, was sie beschreibt und ich werd das üben.

00:48:55: Ich find das so schlau.

00:48:57: Ich habe drüber nachgedacht, was sie erzählt hat.

00:48:59: Und dann ist es ja so, wenn du deine Misserfolge auch physisch mit dem Körper feierst und dein Körper lernt, okay, ich habe jetzt keine Stressreaktion, weil was Schlimmes passiert ist oder weil ich ja irgendwas nicht konnte, dann bleibe ich ja ruhig und kann ja viel besser über die Gesamtsituation agieren.

00:49:19: Also ich behalte einen klaren Kopf.

00:49:21: Na klar.

00:49:22: Und das fand ich so gut und habe mir gedacht, Mensch, dieses Slavische sich selbst komplett vernichten, wenn man etwas plötzlich nicht kann.

00:49:31: Das hat dann doch Nachteile ab und zu.

00:49:32: Es hat

00:49:33: extreme Nachteile und bis zur Handlungsunfähigkeit.

00:49:37: Ich habe manchmal Tage, da war es so schwierig, ich war richtig handlungsunfähig, weil ich mich völlig fertig gemacht habe, dass ich dieses und jenes gerade nicht kann.

00:49:44: Das ist toll.

00:49:45: Ich werde das probieren und werde auch gucken, wie es sich anfühlt, das so körperlich zu erleben.

00:49:50: Ich weiß ja noch, als du diese Schauspielübungen mit mir gemacht hast und ich dann körperlich, wirklich körperlich Sicherheit, Ruhe neu erleben konnte.

00:49:59: Das hat echt was verändert.

00:50:01: Und ich will das jedes auch mal draußen probiert.

00:50:04: Ja, macht mal ein paar Schauspielübungen.

00:50:05: Nein, das ist jetzt auch so misserfallgefallen und das würdest du körperlich mal probieren.

00:50:10: Ja, komisch halt, dass man zu Hause ist, man hat irgendwie was Blödes gemacht und dann feuert man sich dafür.

00:50:16: Und das finde ich, ich will wissen, ob das Ruhe bringt.

00:50:20: Ich glaube, dass die Vulkankruppe das gerade macht, dass die feiert.

00:50:26: Scheiße, ey.

00:50:28: Egal, da reden wir nicht drüber.

00:50:29: Ich bin nicht

00:50:30: nur drüber nachdenken, was da passiert.

00:50:34: Aber ist dir aufgefallen, dass jetzt wirklich fast jeder Sprachnachricht und auch bei dir gerade immer ein Wort fällt.

00:50:41: Ich glaube, das ist das große Bedürfnis, dass wir alle gerade haben und auch keine große Überraschung.

00:50:46: Sicherheit.

00:50:48: Ja, und Ruhe.

00:50:49: Jetzt hast du mich auch durch die Erwähnung von Schauspiel noch auf eine Sache gebracht, die ich unterbringen will.

00:50:54: Es ist für mich wie eine Art Fazit aus diesem ganzen Thema, dass es dir ja auch Sicherheit geben kann, wenn du dir bewusst machst, wenn du dich wirklich mal genau anschaust und dir auch die Ruhe dafür nimmst, wie du sagst.

00:51:05: Ruhe nimmst, um dir wirklich bewusst zu werden, was deine Bedürfnisse... Echt sind, weil du sie sonst verwechselst mit dem, was du glaubst, zu wollen.

00:51:14: Und das ist einfach in den seltensten Fällen das selbe.

00:51:19: Was ist der Unterschied?

00:51:20: Das erzähle ich gleich auch wirklich mit Blick auf Storytelling und Schauspiel.

00:51:25: Da wird es dir sogar beigebracht als Technik, kenn dein Need und kenn dein Want.

00:51:29: Aber ich fange mit einer Sprachnachricht an, weil da jemand für sich empfindet, das ist das selbe.

00:51:34: Couple of needs ist für mich Couple of wants.

00:51:36: Um zu wissen, was man braucht, muss man irgendwie wissen, was man will.

00:51:39: Manchmal können andere einem etwas geben, was man braucht, ohne dass man weiß, was man will.

00:51:44: Aber meistens halt nicht.

00:51:46: Das ist schwierig, wenn man alle Viertel bis halbe Jahre Neues leben will.

00:51:51: Und keine Ahnung mehr hat, wer man eigentlich ist oder was man hier macht.

00:51:55: Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das einzige, was wirklich hilft, das Entscheidungen treffen.

00:52:00: kleine Entscheidungen, große Entscheidungen, mittelgroße Entscheidungen, so Lebensentscheidungen, um Bauchgefühle und eine Intuition aufzubauen, weil im Nachhinein weiß man eigentlich immer irgendwie besser, was man jetzt davon gehalten hat, ob man es gut fand oder eben nicht.

00:52:14: Vor allem, wenn man es nicht gut fand, dann weiß man das irgendwie oft im Nachhinein und denkt sich so, fuck, was habe ich da gemacht?

00:52:20: Und deswegen ganz viele Entscheidungen treffen, um den Kompass so zu justieren, um mal drüber mal drunter zu sein.

00:52:25: Und obwohl ich das jetzt irgendwie seit der geraume Zeit versuche zu machen, Habe ich trotzdem irgendwie keine Ahnung.

00:52:31: Schon blöd.

00:52:32: Also er fängt ja damit an, dass es für ihn eigentlich dasselbe ist.

00:52:35: Couple of Needs ist für mich Couple of Wands.

00:52:37: Ja, das kann ich aber nachvollziehen.

00:52:39: Aber dann geht er ja von dort ausgehend in die Schwierigkeiten damit.

00:52:44: Erorientierungsschwierigkeiten.

00:52:46: Und seinen Umgang damit ist erst mal machen und hinterher bewerten.

00:52:50: Und auf die Weise sich selber finden.

00:52:52: Kann man machen, ist vielleicht auch ein Zugang dazu.

00:52:56: Im Schauspiel... Ist es relativ wichtig bei deiner Figur, beides ganz stark zu trennen?

00:53:02: Denn du spielst für deine Figur normalerweise sehr deutlich und sehr stark das, was du willst.

00:53:09: Und das, was du wirklich brauchst, das soll das Publikum erkennen.

00:53:12: Und dadurch entsteht ein spannender Konflikt, deshalb schaue ich dir zu, wenn du

00:53:15: spielst.

00:53:16: Hast du ein Beispiel?

00:53:16: Walter

00:53:16: White, Breaking Bad.

00:53:17: Wir setzen mal voraus, dass die Serie jetzt lang genug her ist, dass ich nichts spoiler, wenn ich was insgesamt darüber erzähle.

00:53:24: Was will Walter White?

00:53:26: Macht und Status?

00:53:27: Das ist das, was er braucht, Iris.

00:53:29: Ach so.

00:53:29: Was er will, ist Geld.

00:53:31: Stimmt.

00:53:31: Für seine Familie.

00:53:33: Eigentlich ist das der ganze Grund für seinen Verhalten.

00:53:36: Er hat Krebs, seine Familie hat sich hochverschuldet, um ihm nicht Chemie zu finanzieren und er fängt an durch Drogen, weil er ein Chemie-Lehrer ist, das selber zu verdienen.

00:53:46: Und dann sehen wir irgendwann, egal wie viel Geld er kriegt, egal wie erfolgreich er damit ist, sein Krebs ist sogar im Laufe der Serie irgendwann vorbei und er macht weiter.

00:53:54: Er will Geld und Geld und Geld, aber das befriedigt ihn nicht, weil es nicht das ist, was er braucht.

00:53:59: Das, was er braucht, ist das, was du gerade gesagt hast.

00:54:01: Kontrolle.

00:54:02: Macht.

00:54:02: Und dann geht es sogar dahin in der Serie, warum braucht er das denn eigentlich, weil er komplett verarscht wurde, weil er ohnmächtig gemacht wurde?

00:54:11: Weil er um einen Nobelpreis betrogen wurde und da jetzt als bedeutungslose Lusche in irgendeiner Schule unterrichtet.

00:54:17: Also ist das das, was er eigentlich braucht?

00:54:20: Eine Art Rache, eine Genugtuung.

00:54:22: Ich

00:54:22: bin doch wer.

00:54:23: Bedeutung.

00:54:24: Das, was wir vorhin von diesen sechs sozialen Bedürfnissen hatten, Bedeutung, war das Dritte.

00:54:29: Und was sagt Walter White?

00:54:34: Das sind die Sachen, die ihn ikonisch machen.

00:54:36: Jemand, der sich ultramächtig in alle, in die mächtigsten, in dieser ganzen Drogenszene hinein hemmert und sagt, ich bin hier der allergrößte.

00:54:46: Wenn ich es in der ehrlichen Welt nicht geschafft habe, dann schaffe ich es in der unehrlichen Welt.

00:54:50: Die Welt ist sowieso unehrlich.

00:54:52: sind alle korrupt, alle sind kriminell, aber ich bin hier der Boss.

00:54:55: Das ist das, was er braucht.

00:54:57: Diesen Unterschied, das kannst du mit ganz vielen Geschichten und Figuren und so durchspielen, der macht eine Geschichte erst wirklich interessant.

00:55:04: Da ist ein Link, packe ich in die Show Notes, da wird das noch mit Track durchgespielt, was bei ihm der Unterschied zwischen Need und Want ist.

00:55:12: Mit Simba aus König der Löwen, mit Rocky, mit Luke Skywalker, Star Wars.

00:55:16: Das kannst du bei ganz vielen Geschichten schön klar analysieren.

00:55:21: Aber das ist so spannend, also auch im Umgang mit anderen Menschen.

00:55:23: jetzt, ne?

00:55:24: Ein Einbrecher.

00:55:25: Ein Einbrecher.

00:55:26: Sicher.

00:55:27: Sicher.

00:55:28: Was ist denn mit dem Einbrecher?

00:55:29: Was hat denn für einen

00:55:29: Need und für einen Want?

00:55:33: Ein Einbrecher.

00:55:35: Kommt jetzt hier rein, ne?

00:55:37: Und der will eigentlich nur meine Möbel.

00:55:39: Aber in Wirklichkeit ist es wilder,

00:55:41: was anderes.

00:55:42: Du kommst mit einem Möbeltransporter.

00:55:44: Du bringst dich allein raus, das Sideboard der Arme Kahl.

00:55:46: Aber

00:55:47: wenn ich jetzt benennen würde bei dem... Er braucht Hilfe.

00:55:50: Er braucht

00:55:50: einen Komplizen.

00:55:52: Wenn ich jetzt benennen würde, was brauchst du wirklich?

00:55:56: Dann würde der Aufhören bei mir einzuberechen, weil der gesehen wird.

00:56:04: Vermutlich nicht,

00:56:06: ne?

00:56:06: Es kommt sehr drauf an, Iris, an welcher Stelle du ihn erwischst.

00:56:09: Also wenn du ihn mit deinen Fragen nicht störst beim schweren Transport und er sich auf ein Gespräch mit dir einlässt, vielleicht kriegst du ihn dazu, was er eigentlich wirklich braucht, ist eine Therapiestunde bei dir.

00:56:22: Da lässt er dein Sideboard hier stehen.

00:56:24: Boah, das ist spannend.

00:56:26: Schickt uns gerne Sprachnachrichten für die nächste Podcastfolge.

00:56:28: Wir haben uns schon überlegt, worüber wir reden wollen.

00:56:30: Boah, über Moral.

00:56:31: Also das ist das nächste... Du hast

00:56:34: ja voll Bock, ne?

00:56:35: Ich hab wirklich Bock auf das Thema, aber ich hab auch ein bisschen Respekt vor dem Thema, weil es ist nicht einfach, ne?

00:56:41: Du kannst... Das ist ja momentan der Grund, warum wir uns alle gegenseitig zerfetzen in online Kommentaren.

00:56:48: Ja.

00:56:48: Deswegen ist...

00:56:49: Hast du Angst?

00:56:51: Ja... Ich weiß noch nicht.

00:56:53: Ich hab noch gar keinen Take zur Folge.

00:56:56: Ich weiß noch nicht, worauf ich da eigentlich hinaus will.

00:56:57: Hast du schon eine Idee?

00:56:59: Naja,

00:56:59: ich würde gerne herausfinden, wer von uns beiden die richtige Gesichtweise hat, weil wir manchmal, wir kommen aus entgegensetzten Richtungen bei Moral.

00:57:10: Oft sagst du, dass Moral das Machtinstrument ist.

00:57:13: Alle pochen darauf, sie hätten moralische Überlegenheit.

00:57:16: Nicht alle, aber so bestimmte Bereiche, ja.

00:57:19: Und ich sehe das Gegenteil.

00:57:20: Ich sehe als Grund dafür, warum wir heute auch festgestellt haben, das Bedürfnis, dass in jeder Sprachnachricht benannt wird, nämlich Sicherheit.

00:57:27: Das kommt daher, dass wir keine Sicherheit mehr haben, was eigentlich Moral ist.

00:57:33: Internationale Gesetze, Völkerrecht.

00:57:36: Das wird alles behandelt als optional, als kann man, muss man nicht, sollte man sogar aussetzen, wenn es einem gerade gelegen kommt.

00:57:42: Lass doch mal ein paar Leute erschießen auf offener Straße und so weiter.

00:57:45: Also ich sehe eine rigorose Ablehnung von Moral.

00:57:50: Es stimmt, also beides existiert ja gerade, also beide Welten.

00:57:55: Wir sind mal gespannt, was ihr dazu denkt.

00:57:57: Schickt uns eure Sprachnacht gerne nur ein bis zwei Minuten an den Couple of Instagram-Kanal.

00:58:02: Falls ihr uns noch nie eine Sprachnacht geschickt habt, dann schreibt einfach nur Hi und dann nehmen wir eure Nachricht an und dann könnt ihr uns eine Sprachnacht schicken.

00:58:10: Stimmt, es ist gut, dass du das auch mal sagst.

00:58:12: Ja, wenn ihr uns noch nie geschrieben habt, dann kann man nicht sofort eine Sprachnacht schicken.

00:58:17: So Matthias, was hast du für eine Sage dabei?

00:58:19: Gerne nur ein bis zwei Minuten.

00:58:23: Ich versuch's.

00:58:24: Bevor ich sie erzähle, sage ich euch noch, das kommt mal in die Shownots.

00:58:27: Das ist vielleicht auch für dich cool und interessant.

00:58:30: Da hat mir jemand einen Link geschickt mit einer Übersicht, gibt es sogar als Plakat, das man bestellen kann, über die Verwandtschaftsverhältnisse und Abstammungen in der griechischen Mythologie.

00:58:39: Wer ist mit dem wie Verwand?

00:58:40: Oh,

00:58:40: das ist

00:58:40: gut.

00:58:41: Da kann man sich einen kleinen Überblick verschaffen.

00:58:42: Alle

00:58:42: sind miteinander Verwandt, oder?

00:58:44: Ja,

00:58:45: also über Ecken.

00:58:47: Familie immer scharf.

00:58:51: Gebt bitte nicht Familie immer scharf.

00:58:54: online ein.

00:58:55: Es ist wirklich

00:58:56: ganz schlimm.

00:58:58: Okay, ich versuch dir in ein bis zwei Minuten von einer Figur zu erzählen, die als Strafe bei ihren Bedürfnissen, Grundbedürfnissen gepackt wird.

00:59:07: Nämlich ein Seher, der hieß Phineus und er wurde deshalb bestraft, weil er zu präzise den Leuten ihre Oraclesprüche gegeben hat.

00:59:16: Das sollte immer schön unpräzise sein, so wie in der letzten Folge, was wir da gehört haben.

00:59:21: Immer so ein bisschen Hier kommt deine Weißsagung, aber mal gucken, wie genau das passiert.

00:59:26: Und Phineus war da halt anders.

00:59:28: Der hat auf dem Olymp die Ohren gespitzt und dann wirklich eins zu eins weitergegeben.

00:59:31: Also pass auf, die Götter planen folgendes.

00:59:33: Die wollen dich an der Stelle so und so erwischen.

00:59:36: Und das war, als Zeus das gecheckt hat, ihm ein richtiger Don im Auge und hat gesagt, weißt du was, erstens wirst du jetzt blind.

00:59:43: Also ich nehm dem Seeer seine wirkliche Seekraft weg.

00:59:46: Es gab aber einige blinde Seeer.

00:59:48: Von Thereseas habe ich auch schon erzählt, auch ein blinder Seeer.

00:59:51: Phineos wird mit noch etwas bestraft.

00:59:53: Er bekommt jeden Tag ein Festmal, aber wenn er anfängt zu essen, kommen die Harpien.

00:59:59: Das sind so halb Frauenkörper, halt

01:00:01: Vogelwesen,

01:00:03: die werden gerade in seiner Geschichte echt komisch beschrieben, die fressen ihm nicht nur alles weg, sodass er kaum was zu essen bekommt, wenn es losgeht, sondern die kacken ihm auch noch.

01:00:15: Die scheißen ihm jetzt Essen ihres.

01:00:17: Die verschmutzen ihm sein Festessen so sehr, dass er jeden Tag kaum was in den Magen kriegt.

01:00:23: Und dadurch magert er also total ab.

01:00:25: Phineus braucht Hilfe und er bekommt sie von den Argonauten.

01:00:29: Deren Geschichte habe ich auch schon mal verteilt über verschiedene Folgen am Schluss erzählt.

01:00:33: Also eine Gruppe von Helden, die sich auf eine See-Reise machen, um das goldene Fließ zu holen.

01:00:39: Bei ihm kommen sie vorbei und wollen von ihm eben auch diesen ganz konkreten Rat, worauf genau müssen wir achten.

01:00:44: Und der sagt, ne, ich darf das nicht mehr, ich darf nicht mehr so konkret sagen, guckt mal, hier ist meine Strafe, deswegen bin ich so abgemagert, weil ich das gemacht habe.

01:00:52: Und dann machen sie ein Deal und sagen ihm, wir erledigen die Harpien für dich, die da jeden Tag kommen.

01:00:57: Und im Gegenzug gibst du uns deine genaue Weißsagung.

01:01:00: Der Deal steht, die Harpien kommen, die Argonauten haben sich versteckt.

01:01:03: und fangen an die Harpien zu verprügeln oder ihnen hinterher zu rennen und sie sogar, es gibt zwei Argonauten, die fliegen können, die fliegen ihnen dann auch hinterher in die Luft und fast vernichten sie die Harpien, wenn nicht Iris eingreifen würde.

01:01:17: Iris!

01:01:18: Die Göttin des Regenbogens.

01:01:20: Das ist die Chefin von den Harpien und die sagt lasst die mal in Ruhe und die lassen in Zukunft auch Phineus in Ruhe kriegt beendet.

01:01:27: Und damit ist das Problem gelöst.

01:01:30: Phineos Bedürfnis ist gestillt, er bekommt zu essen und er sagt ihnen, worauf sie achten müssen.

01:01:34: Nämlich auf die quetschenden Klippen.

01:01:36: Die quetschen immer so im Minutentakt zusammen.

01:01:40: Wenn die da durchfahren mit dem Schiff, dann müssen sie vorher eine Taube einmal durchschicken.

01:01:43: Weil dann fangen die Felsen an sich zusammen zu schieben.

01:01:47: Die Taube überlebt es.

01:01:48: Und als die Felsen sich wieder auseinanderziehen, geben die Argonauten Vollgas und Rudern dadurch, bevor die Felsen sich wieder zusammen schieben.

01:01:55: Das ist das, was er Ihnen ganz exakt beschreibt und so schaffen Sie halt diese Schwierigkeit mit seiner Hilfe.

01:02:00: Also, was haben wir aus der Geschichte gelernt?

01:02:02: Lass

01:02:03: dir nicht ins Essen scheißen.

01:02:07: Sag.

01:02:07: Nein,

01:02:07: wir brauchen Iris.

01:02:10: Die hilft.

01:02:12: Das ist wirklich die beste Sage, die du mir erzählt hast.

01:02:14: Ich finde die richtig, richtig toll.

01:02:16: Du hast meinen Bedürfnis gestillt.

01:02:17: Deine Angestellten kacken einem sehr ins Essen, Iris.

01:02:20: Ich

01:02:22: hab gar keine.

01:02:23: Also daher, wir wünschen euch eine wunderschöne Woche.

01:02:27: Wir brauchen von allen, die gerne Kappel aufhören, durchaus Abos.

01:02:31: Das ist das, was zählt.

01:02:32: Wenn ihr uns noch nicht abonniert habt, macht das bitte.

01:02:34: Liken,

01:02:35: kommentieren, alles Mögliche.

01:02:37: Das hilft.

01:02:38: Brauchen wir nun.

01:02:39: Und da freuen wir uns.

01:02:40: Bis nächste Woche.

01:02:41: Ciao li.

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