Homes – Bodenlose Denkfaulheit
Show notes
Folge 7 Millionen, live aus Frankreich: Wutbürgerin Iris will in Ruhe gelassen werden. Aber niemand setzt sie unter Druck. Siehst Du ein brennendes Auto, siehst Du sie überall. Dank geschickter Claims und unserer neuen Trotzhaltung kommt ihr mit uns an die Spitze! Endlisch normale Leute. Darauf erstmal eine Auszeit mit japanischer Cola, damit wir uns wieder spüren. Steht zu eurem Nabel, euren Nippeln, Knöcheln und Eiern, und lästert nicht ahnungslos über Plattenbauten. Wir stürzen uns in Matthias' Aphorismen- und Zitatesammlung. Von tschechisch-brasilianischen Medienphilosophen über romantisierte Arschlöcher im Getränkemarkt hin zum Nicht-Ort, Hauptsache wir schwänzen Schule und finden ehrliche Restaurants. Seid ihr Anywheres, Somewheres oder In-Betweens? Und habt ihr eure Kindheit auch im Industriegebiet verbracht? Beseelte Abenteuer in verlassenen Bahnhöfen? Fremdelt ihr mit neuen Orten? Und findet ihr auch Londons Zäune schöner? Diese Folge enthüllt eine Sensation über Matthias' Orientierungsfähigkeiten und über Iris' immer größeres slawisches Herz. Außerdem geht's um geschlossene Weltbilder, kleine Identitäten und kollektiven Narzissmus. Die Kelly Family bashen wir nicht, aber am Ende wandern wir nach China aus. Oder wenigstens nach Zypern für beschämende Salami-Wortspiele.
Shownotes
- Brady Rogers hat lustlos gewonnen
- Bitte macht kein Ballsmaxxing. Oder wenn doch, berichtet mal.
- Vilém Flusser: Bodenlos
- Die Kunsthochschule Halle bringt hier gut auf den Punkt, was Nicht-Orte nach Marc Augé sind
- David Goodhart über Anywheres vs Somewheres
- Kollektiver Narzissmus
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